Kommunalwahlnachlese

Wenig neue Gesichter im Buchloer Stadtrat

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Die große Wahlparty im Buchloer Rathaus fiel aus.

Buchloe – Wahlpartys waren in Buchloe nicht angesagt. Einmal wegen des Coronavirus und zum anderen auch, weil es gar nicht so viel zum Feiern gab. Viele Stadträte konnten bei der diesjährigen Kommunalwahl ihr Amt verteidigen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent.

In Buchloe stand auch das Amt des Bürgermeisters zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber Josef Schweinberger von der CSU wollte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten. Der Favorit für das Bürgermeisteramt, CSU-Mann Robert Pöschl, verfehlte mit 49,28 Prozent die absolute Mehrheit nur ganz knapp. 44 Stimmen fehlten ihm und nun muss er in die Stichwahl gegen den FDP-Kandidaten Maximilian Hartleitner, der bei 14,26 Prozent lag.

Insgesamt gab es bei den Stadtratswahlen keinen „Erd­rutsch“ in irgendeine Richtung. Eher kann man von geringfügigen Verschiebungen sprechen. Die CSU hatte bei den Kommunalwahlen 2014 insgesamt zehn Plätze im Stadtrat gewonnen. Damals war Maximilian Hartleitner noch für die CSU in den Stadtrat gezogen. Nachdem er sich mit seiner Partei überworfen hatte, waren es noch neun CSU-Vertreter im Stadtrat. Nach den Kommunalwahlen in diesem Jahr werden nur noch acht CSU-Vertreter in den Stadtrat einziehen. Neben Robert Pöschl sind es Benjamin Leinsle, Franz Nusser, Herbert Barthelmes, Helmut Weiß, Irmgard Ablasser, Dr. Sascha Chmiel und Josef Schmalholz. Sollte Robert ­Pöschl bei der Stichwahl nächste Woche zum Bürgermeister gewählt werden, könnte Sebastian Schweighofer als Nachrücker in das Gremium einziehen.

Freude gibt es bei den Grünen. Statt mit zwei werden sie nun mit drei Vertretern im Stadtrat vertreten sein. Neben Elfriede Klein und Cai von Restorff wird als neuer Stadtrat Marc Hessel in das Gremium einziehen.

Einen Platz verloren haben die Freien Wähler. Neben Franz Lang, Josef Rid, Bernhard Seitz wird als vierter Stadtrat Johann Weber vereidigt werden. Nicht mehr angetreten waren Matthias Kögl und Eva Kienzle.

Unverändert mit zwei Sitzen ist die SPD im Stadtrat vertreten. Manfred Beck wird für die Sozialdemokraten weiterhin die Fahne hochhalten. Nicht mehr dabei ist Helmut Jambor. An seine Stelle ist Bernd Gramlich getreten.

Die UBI schickt vier Stadträte in das Gremium. Neu sind Michaela Schilling und Herbert Wintersohl. Rudolf Grieb und Lothar Scholze sind die „alten Hasen“. Die Wählervereinigung erreichte wieder ihre vier Plätze, die sie 2014 gewonnen hatte. Allerdings hatte die UBI im letzten Jahr Hubert Zecherle durch Austritt aus der Wählervereinigung verloren. Zecherle gehört diesem Gremium auch nicht mehr an. Amely Beutlrock konnte ihren Stadtratssitz nicht verteidigen.

Zwei Stadtratssitze konnte die FDP gewinnen, die von Maximilian Hartleitner und Thomas Reiter ausgefüllt werden. Die Partei war bis vor kurzem überhaupt nicht im Stadtrat vertreten. Der aus der CSU ausgetretenen Maximilian Hartleitner war zunächst parteilos, bis er dann im vorigen Jahr in die FDP eintrat und auch als Kandidat für das Bürgermeisteramt kandidierte. Hartleitner geht am 29. März als Bürgermeisterkandidat in die Stichwahl um das Amt des Rathauschefs.

Nicht mehr zur Wahl angetreten war Dr. Stefan Härtel (CSU). Auch Monika Strohmayer gehört dem Gremium nicht mehr an. Nachdem sie aus der SPD ausgetreten war, hatte sie zunächst als parteilose Stadträtin fungiert. Nun steht sie bei den Freien Wählern auf der Nachfolgeliste. Für die AfD wird Wolfgang Dröse in das Gremium einziehen.

von Siegfried Spörer

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