Konfliktfreies Miteinander in und um Kaufbeuren

Schilder-Initiative will Rücksichtnahme von Radfahrern und Fußgängern fördern

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Solche Schilder wie am Bärensee sollen zum gegenseitigen Verständnis von Bikern und Fußgängern beitragen, und den Dialog eröffnen: Zu den Akteuren der Initiative gehören Harald Hofmann (Sporthandel, v. li.), Georg Wittbrodt (Leiter Mountainbikegruppe), Andrea Gimple (Kaufbeurer Umweltamt), Uta Lübbing-Trinkwalder (DAV), Ralf Trinkwalder, (Vorsitzender DAV), Helmut Hofmann (Bund Naturschutz) und Christoph Riedel (AELF Kaufbeuren).

Kaufbeuren – Auf gegenseitige Rücksichtnahme von Radfahrern und Fußgängern, sowie auf die Belange der Umwelt weisen nun 22 Schilder an allen relevanten Einfallwegen in und um Kaufbeurens Wäldern und beliebten Radrouten hin. Diese wurden auf Initiative des Deutschen Alpenvereins mithilfe zahlreicher Kooperationspartner aufgestellt und sollen Grundregeln für ein faires Miteinander zwischen allen Nutzern und Bewohnern des Waldes schaffen.

Im November 2018 gab es dazu ein erstes Treffen mit Vertretern aus Sport, Forst, Jagd, Bauernverband, Umwelt, Stadt und Staat. „Schnell war klar, dass wir mit Verboten nicht weiterkommen – aus diesem Grund haben wir beschlossen, eine Informationskampagne zu starten“, so Ralf Trinkwalder, Vorsitzender der DAV Sektion Kaufbeuren-Gablonz, zur Entstehung der Aktion.

Die Schilder stehen für ein konfliktfreies Miteinander und weisen Mountainbiker und Passanten auf bestimmte Richtlinien für ein umweltfreundliches Fahren hin: Radfahrer und Fußgänger sollen aufeinander achten und sich nicht bedrängen, sich nicht über Absperrungen im Zuge von Unwettern oder Forstarbeiten hinwegsetzen, blockierende Reifen und damit ein Aufbrechen des Waldbodens verhindern, auf geeigneten Wegen bleiben und ab Dämmerung nur Hauptwege nutzen. „Zugunsten der Umwelt wollen wir hier einen Appell an die Radfahrer richten, dass sie auf Abkürzungen und Trails durch sensible Gebiete verzichten“, sagt Trinkwalder.

Das sei auch im Sinne des Wildes, das auf diesen Wegen unterwegs ist. „Auch die Brutvögel freuen sich darüber“, spricht sich Andrea Gimple vom Kaufbeurer Umweltamt für ein rücksichtsvolles Handeln „der Natur zuliebe“ aus.

Parallel zu den Schildern wird es das entsprechende Motiv auch als Flyer geben, die in den hiesigen Fahrradgeschäften verteilt werden sollen. „Ich hoffe, dass durch solche Aktionen mehr Menschen angesprochen und zur Rücksichtnahme animiert werden“, so Trinkwalder.

von Mahi Kola

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