Konsequent Kosten senken

Obwohl die Kaufbeurer Aktienbrauerei kontinuierlich ihre Kosten reduziert, konnte sie das Geschäftsjahr 2008/09 nur mit einem Verlust von rund 335000 Euro abschließen. Die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum lagen bei 15,1 Millionen Euro.

Werner Sill, seit Frühjahr 2009 Vorstand der Aktienbrauerei Kaufbeuren, setzt den auch seitens der beiden Großaktionäre Peter Ralf und Hans Theodor Stritzl gewünschten Konsolidierungskurs konsequent um. Doch dem Unternehmen machen noch immer Altlasten von früher aber auch die insgesamt schwierige Wirtschaftslage zu schaffen. Beides spiegelt sich in denen bei der Hauptversammlung im Innovapark vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/09 wider. Der Absatzrückgang beim Bier beträgt im Vergleich zum Vorjahr 8104 Hektoliter; dies entspricht etwa 8,7 Prozent. Etwa die Hälfte des Rückgangs, auch bei den alkoholfreien Getränken, wurde in der Gastronomie verzeichnet. Die Umsatzerlöse betrugen schließlich 15,1 Millionen Euro. Die im vergangenen Jahr sehr angespannte Liquiditätslage des Betriebs machte eine Kapitalerhöhung um 1,26 Millionen Euro erforderlich. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesell-schaft beträgt 19,9 Prozent. Insgesamt weist die Ge-sellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Fehlbetrag in Höhe von 335000 Euro aus. „Die Neuausrichtung der Aktienbrauerei mit effektiven Restrukturierungsmaßnahmen soll fortgesetzt werden”, betont Dr. Peter Ralf Stritzl. Bei den turnusgemäß anstehenden Neu-wahlen wurden Peter Ralf Stritzl in seinem Amt als Vorsitzender und sein Bruder Hans Theodor Stritzl als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates in ihren Ämtern bestätigt. Ihr Mandat läuft damit zunächst bis 2013 weiter. Von „drastischen Kostenreduzierungen” spricht Vorstand Werner Sill. Nach seinen Ausführungen konnten bereits die Anschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch neu verhandelte Vereinbarungen mit den Lieferanten ge-senkt werden. Durch Ver- besserungen der Betriebs- und Produktionsabläufe, unter anderem durch Rationalisierungs-prozesse, sowie durch einen sozialverträglichen Personalabbau sollen weitere Kosten eingespart werden, erörtert der Vorstand.

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