Das Konzept geht auf

Leiterin der Marktoberdorfer Stadtbibliothek zieht positive Bilanz

+
Carmen Wittmann kann sich freuen. Das Konzept der Leiterin der Stadtbibliothek in Marktoberdorf geht auf.

Marktoberdorf – Im Kultur- und Bildungsausschusses, die vertretungsweise von Marktoberdorfs Zweitem Bürgermeister Wolfgang Hannig geleitet wurde, standen die jüngsten Entwicklungen bei der neu konzeptionierten Stadtbibliothek im Mittelpunkt. Zu diesem Anlass hatte man die dort seit 2017 tätige Leiterin Carmen Wittmann eingeladen. Sie legte dem Gremium neue Zahlen vor, die dort auf große Zufriedenheit stießen.

Sowohl die Besucherzahlen als auch die Anzahl der aktiven Benutzer seien in den letzten zwei Jahren gewachsen, referierte Wittmann. Die Zahl der Neuanmeldungen habe sich von 432 im Jahr 2017 auf 666 Anmeldungen gesteigert. Bei den Zwölf- bis 18-Jährigen hätten sich die Neuanmeldungen sogar von 50 auf 121 mehr als verdoppelt. Auch bei den Ausleihen habe sich der Abwärtstrend in den letzten Jahren umgekehrt. Insbesondere, so Wittmann weiter, habe sich auch die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Schulen intensiviert. Formate wie die „Medienkisten“, Klassenführungen und auch die Veranstaltungsreihe „Bücher Wichtel“ für die Allerjüngsten hätten bei Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen großen Anklang gefunden.

Auch bei den Neuen Medien könne man mit 2500 Streams und Downloads über das digitale System „Freegal“ eine durchweg positive Bilanz ziehen. Sehr beliebt seien bei den Kindern und Jugendlichen sowohl die tiptoi-Bücher als auch die neuen Tonieboxen.

Anschließend berichtete Wittmann ausführlich über die Erfolge bei der Sanierung der Bibliothek, welche die Räumlichkeiten nicht nur für Besucher sondern auch für diverse Veranstaltungen wesentlich attraktiver gemacht hätten. In den letzten zwei Jahren seien die Veranstaltungen in der Stadtbibliothek von neun auf 42 gestiegen, freute sich die Bibliotheksleiterin zu berichten.

Nach einer Renovierung und der Sanierung von Elektrik und Beleuchtung habe man ein ­Lesecafé eingerichtet, das sich bei den Besuchern großer Beliebtheit erfreue. Doch auch die gesamte Bibliothek, so Wittmann weiter, sei nicht mehr nur ein Ort der Ausleihe, sondern lade alle Bürger der Stadt jetzt ein, dort länger zu verweilen. Dafür habe man im zweiten Bauabschnitt mit Teppichen, ansprechenden Sitzgelegenheiten sowie einer neuen Raumeinteilung neue Bereiche geschaffen, wie zum Beispiel den „Bücher Dschungel”. Aber auch die „Machbar MOD“ erfülle in ihrer Funktion als „kreativer Raum” alle Bedingungen für verschiedene Veranstaltungen wie Workshops, Bastelkurse für alle Generationen und auch diverse Veranstaltungen in Kooperation mit der Volkshochschule, die immer häufiger auch einen Einstieg in neue Technologien ermöglichten. Unter dem Motto „Digitalisierung im ländlichen Raum“, so Wittmann, sei 2020 in diesem Zusammenhang auch ein Projekt mit dem Deutschen Museum geplant. Mit ihren Ausführungen erntete Carmen Wittmann in der Versammlung Lob und Beifall.

von Felix Gattinger

Auch interessant

Meistgelesen

 „Die Lage ist verheerend“ – humedica entsendet zweites Team nach Beirut
 „Die Lage ist verheerend“ – humedica entsendet zweites Team nach Beirut
Betrüger ergaunert am Telefon über 7000 Euro von 19-Jähriger aus Biessenhofen
Betrüger ergaunert am Telefon über 7000 Euro von 19-Jähriger aus Biessenhofen
Digitalisierung im Tourismus: BayernCloud führt örtlich erhobene Daten zusammen und stellt sie bereit
Digitalisierung im Tourismus: BayernCloud führt örtlich erhobene Daten zusammen und stellt sie bereit
Renter aus Buchloe soll Buben Ohrfeigen verpasst haben
Renter aus Buchloe soll Buben Ohrfeigen verpasst haben

Kommentare