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Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren will mit der Sparkasse Allgäu fusionieren

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Gruppenbild Sparkassenfusion Vorstände und Aufsichtsräte Kaufbeuren 2022
Zur heutigen Pressekonferenz erschienen für die Sparkasse Allgäu (von links): Heribert Schwarz (Vorstand Vertrieb), Manfred Hegedüs (Vorstandsvorsitzender) und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle als Aufsichtsratsvorsitzender sowie auf Seiten der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren: OB Stefan Bosse als Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstandsvorsitzender Tobias Streifinger und Angelo Picierro (Vorstand Vertrieb). © Krusche

Die Ergebnisse sind noch offen, und die Beschlüsse der Gremien stehen aus, doch nach ersten Sondierungsgesprächen herrscht bei den Verwaltungsratsvorsitzenden und den Vorständen der Sparkasse Allgäu und der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren große Einigkeit, dass es für beide Sparkassen jetzt der richtige Zeitpunkt ist, zielgerichtete Verhandlungen für einen möglichen Zusammenschluss aufzunehmen.

Das herausfordernde Marktumfeld, die Zunahme der Regulatorik, die Kostensituation und nicht zuletzt die aktuellen Veränderungen der Bankenlandschaft, so heißt es von Seiten der Sparkassen hätten dazu beigetragen, über einen zukünftigen gemeinsamen Weg zu sprechen. „Wir sind in Verhandlungen und wir haben erste sehr gute und zielorientierte Gespräche geführt. Wir sehen in einem möglichen Zusammenschluss die Chance, den Herausforderungen auch in der Zukunft erfolgreich begegnen zu können. Dabei kann uns eine solide Größe mit leistungsstarken Strukturen und effizienten Prozessengenauso helfen, wie die traditionelle Verankerung in unserem angestammten Markt mit der persönlichen Nähe zu unseren Kunden. Das haben wir bisher schon in beiden Sparkassen bewiesen und können das zukünftig gemeinsam noch verstärken“, erklären Manfred Hegedüs und Tobias Streifinger als Vorstandsvorsitzende der beiden Sparkassen die aktuelle Situation für eine mögliche Fusion.

Im Falle eines positiven Votums im Stadtrat und im Kreistag sowie in den Sparkassengremien während der nächsten Wochen könnte zum 1. Juli nächsten Jahres (rückwirkend zum Jahresbeginn 2023) eine neue Sparkasse Allgäu mit Sitz in Kempten und Kaufbeuren entstehen. Das Kreditinstitut würde dann mit einer Bilanzsumme von über sieben Milliarden Euro und mehr als tausend Beschäftigten zu den zehn großen Sparkassen in Bayern gehören. Der zukünftige Vorstand würde dann übrigens durch die bisherigen Vorstände der beiden Sparkassen gebildet. Kaufbeuren würde damit auch Standort für zentrale Verwaltungsfunktionen bleiben und ein dauerhaftes Vorstandsbüro behalten. 

Ziel der geplanten Fusion ist die Stärkung der Sparkasse in der Gesamtregion Allgäu und die langfristige Verankerung des Kreditinstituts im regionalen Wirtschaftsraum.

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