Kreisel dreht sich weiter

Er sei nicht der „Kreisverkehrspapst“ der Stadt, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) bei der jüngsten Stadtratssitzung in Kaufbeuren. Hintergrund dieser Aussage ist, dass erneut über den Kreisverkehr an der Kemptener-/Kemnater Straße gesprochen wurde. Bosses Anliegen war, dass eine Abstimmung über den Kreisverkehr vertagt werden sollte, „denn ich will mich nicht rechtfertigen müssen, dass wir nicht alles getan haben“. Dem Anliegen wurde letztlich einstimmig zugestimmt.

Es bestünden Zweifel im Gremium und in der Bevölkerung, dass nicht alles getan würde für die Sicherheit, erklärte Bosse den anwesenden Räten. Zwar könne nie völlig ausgeschlossen werden, dass nicht doch irgendwann an der Stelle ein Unfall passiert, dennoch „möchte ich diesen Punkt vertagen, um weitere Expertenmeinungen einzuholen“, bat Bosse. Es bestünde auch kein Zeitdruck, da erst Ostern 2010 mit dem Bau begonnen werden soll. Ob es Gegenstand der Expertendiskussion sein könnte, dass „es noch andere Möglichkeiten außer einem Kreisverkehr“, wie beispielsweise eine weitere Ampel, geben könnte, wollte Karl-Georg Bauernfeind (CSU) wissen. „Ich gehe davon aus, dass sich damit ein Gutachter befassen könnte“, meinte Bosse, doch es müssten auch die „jetzigen Gegebenheiten“ beachtet werden. Von den Argumenten, die ein Experte einbringen könnte, will sich Dritter Bürgermeister Ernst Holy, Kaufbeurer Initiative, gerne überzeugen lassen, doch „eine weitere Ampel wird es mit uns nicht geben“ versicherte er. Nach den Kosten eines Gutach- ters erkundigte sich Catrin Riedl-Schmied (SPD) bei Bosse. „Es würde sich im vierstelligen und nicht im fünfstelligen Bereich bewegen“, meint dieser. Der Planer Bertram Mosser versicherte hingegen den Räten, dass ein Kreisverkehr die sicherste Variante sei - vor allem sicherer als eine Ampel, dies würden Zahlen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen belegen. Nach dem die Räte einstimmig dem Anliegen Bosses zugestimmt haben, wird nun ein „überörtlicher Experte“ gesucht, um „eine Verbreiterung der Entscheidungsbasis zu bekommen“, betonte der OB. Danach wird das Thema im Bauausschuss und schließlich noch einmal im Stadtrat behandelt werden, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird.

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