Konkurrenz der Regionen

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Gewerbeflächen mit Bergblick sind im Ostallgäu keine Seltenheit. Was Investoren aber außer dem Allgäuer Panorama wirklich brauchen, darum kümmern sich die Wirtschaftsförderer im Landratsamt.

Marktoberdorf/Ostallgäu – Hohen Zielen hat sich die Wirtschaftsförderung des Landkreises verschrieben, wie die Wirtschaftsreferenten Peter Däubler und Andreas Neukam jüngste dem Kreisentwicklungsausschuss vorstellten. So habe die Stärkung des Wirtschaftsstandorts, die Ansiedlung von Unternehmen sowie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen höchste Priorität im Landratsamt.

Die Frage, wie das im Einzelnen funktioniere und in welchen Fällen die Wirtschaftsförderer zum Einsatz kommen, war Teil ihrer umfangreichen Präsentation. Zur „Bestandpflege“ gehörten regelmäßige und über den Landkreis verteilte Unternehmensbesuche, die gemeinsam mit der Landrätin unternommen werden. 

„Wir wollen als Kümmerer wahrgenommen werden“, sagte Däubler, der während seines Vortrags an den Fall erinnerte, als der Landkreis für einen regionalen Traktorenhersteller Flächen zum Abstellen halbfertiger Schlepper organisierte. Ein Felgen-Zulieferer war damals überraschend ausgefallen. 

Sofortige und individuelle Unterstützung bei Investitionsanfragen versprechen die Wirtschaftsförderer im Rahmen ihres „Investorenservice“. Hier verwies Däubler auf Anfragen, die über die bayerische Ansiedelungsagentur „Invest in Bavaria“ oder die IHK an den Landkreis übermittelt würden. „Wir stehen in direkter Konkurrenz mit anderen Regionen“, betonte er. 

Die Wirtschaftsförderer helfen auch bei der Fördermittelberatung weiter. So unterstützten sie jüngst eine Förderanfrage aus der Logistikbranche bezüglich der Anschaffung von Elektro-Lkws. 

Regelmäßig und kostenlos finden im Landratsamt Beratungen für Existenzgründer statt. Däubler verwies hierbei auch auf die Beratertage der Aktivsenioren. Standortmarketing und Ansiedlungsmanagement nennt sich das Bemühen, Unternehmen sofort und individuell bei Ansiedlungsvorhaben zu betreuen. 

Hierbei sei vor allem die Zusammenarbeit mit den Kommunen, mit Zweckverbänden wie der EEM (Europäische Metropolregion München) und mit Institutionen wie der Allgäu GmbH und der IHK wichtig. Auch mit der Stadt Kaufbeuren unterhalte man jetzt wieder „regelmäßige Gesprächsrunden in Sachen Wirtschaftsförderung“, so Wirtschaftsreferent Däubler. 

Problematisch sei, dass viele Kommunen den Anfragen nach geeigneten Gewerbeflächen gar nicht nachkommen könnten. Gerade große Flächen, ab einem Hektar, seien quasi Mangelware. Dies bestätigte auch Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann. Sie habe jüngst die letzte ihr zur Verfügung stehende Gewerbefläche verkauft.

von Angelika Hirschberg

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