Mehrzahl der Verdächtigen kommt aus Füssen

Drogenrazzien im Ostallgäu

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Bei einer Drogenrazzia im Ostallgäu hat die Kemptener Kripo am Dienstagmorgen insgesamt 16 Wohnungen und Häuser in Füssen, Pfronten und Marktoberdorf durchsucht.

Füssen/Pfronten/Marktoberdorf – Bei einer groß angelegten Drogenrazzia hat die Kripo Kempten zusammen mit Unterstützungseinheiten am Dienstagmorgen insgesamt 16 Häuser und Wohnungen in Füssen, Pfronten und Marktoberdorf sowie im Kreis Weilheim-Schongau durchsucht. Dabei stellten die Beamten Kleinmengen an Amphetamin, Cannabisprodukten und Ecstasy sicher.

Bei einer 21-jährigen Zeugin fanden die Fahnder einem Bericht des Polizeipräsidiums Kempten vom Donnerstagmorgen zufolge darüber hinaus ebenfalls Amphetamin und einen Schlagring. Diese Gegenstände konnten ihr zugeordnet werden. Daher muss auch sie nun mit zwei Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Waffengesetz rechnen. 

Bei einem 23-jährigen Tatverdächtigen aus Marktoberdorf fanden die Fahnder unterschlagene Arbeitskleidung. In diesem Fall hatte der ehemalige Arbeitgeber des Mannes bereits Anzeige bei der Polizei Marktoberdorf erstattet. Auch diese Straftat konnte somit geklärt werden.

Drei Personen müssen außerdem auch mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Bundesmeldegesetz rechnen.

Wie die Pressestelle des Polizeipräsidium am Donnerstagmorgen mitteilte, waren der Aktion langwierige Ermittlungen voraus gegangen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Kempten schließlich die Beschlüsse für Wohnungsdurchsuchungen bei zunächst 14 Tatverdächtigen. Die Männer im Alter von 19 bis 52 Jahren – von denen die Mehrheit in Füssen, aber auch Pfronten und Marktoberdorf leben soll - standen demnach im Verdacht, illegale Drogen zu besitzen. 

Außerdem ordnete ein Richter in diesem Zusammenhang die Durchsuchungen der Wohnungen von drei Zeuginnen an. Weil sich während Razzia heraus stellte, dass ein 19-jähriger Tatverdächtiger nicht mehr im Kreis Ostallgäu wohnt, erließ der zuständige Richter kurzfristig einen weiteren Beschluss zur Durchsuchung des aktuellen Wohnsitzes des jungen Mannes im Landkreis Weilheim-Schongau. 

Im Zuge der Durchsuchungen konnten bei insgesamt sieben Verdächtigen Kleinmengen an Amphetamin, Cannabisprodukten und Ecstasy aufgefunden und sichergestellt werden. Zudem stellten die Beamten weitere Beweismittel sicher. . 

Die Ermittlungen der Kemptener Kripo zu dem Fallkomplex dauern an. Die Kripobeamten wurden bei der Aktion durch Beamte der Bereitschaftspolizei aus Dachau, der Polizeiinspektionen Füssen, Marktoberdorf und Schongau, sowie der Grenzpolizei Pfronten und der Operativen Ergänzungsdienste aus Kempten unterstützt.

Alle Tatverdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen noch am gleichen Tag wieder entlassen.

kb/mm

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