Fasching: Kultur-Hammer

Afra und Osiris – Kaufbeurer Grund bei Religionen sehr beliebt

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Die Ägypter haben schon aus kommerzieller Sicht die Nase oben, beziehungsweise vorne.

Kaufbeuren – Die spinnen, die Römer! Nachdem die Kaufbeurer Bürger den Moschee-Bau im Gewerbegebiet „Untere Au“ im Juli vergangenen Jahres in einem Bürgerentscheid abgelehnt haben (wir berichteten), rückt nun ein anderes Areal für den Bau einer religiösen Stätte in den Fokus: der Afraberg. Doch es ist nicht etwa die islamische Gemeinde, die dort bauen möchte, sondern vielmehr historische Religionen, die auch nach hunderten bis tausenden von Jahren immer noch ihre Anhänger haben.

Auch wenn der Stadtrat bisher Wohnbebauung auf dem Afraberg bevorzugt hatte, scheint ein religiöser Bau an dieser Stelle nicht abwegig, schließlich thront er dann über den Dächern der Altstadt – wie die Akropolis über Athen. Doch nicht nur Gläubige der Griechischen Mythologie, sondern unter anderem auch der Römischen, Ägyptischen, Keltischen, Nordgermanischen und Aztekischen Mythologien haben ihr Interesse an dem Areal bekundet. Auch ein afrikanischer Kult – die Afros – liebäugelt mit dem heiligen Berg, wenn man beim Namen ein Vokal ändert. Gespräche mit der Stadtspitze laufen bereits, im Frühsommer sollen die Bauanträge den Stadträten vorgelegt werden. Bei den angedachten Bauten sehen Experten Pyramiden, Tempel und Bauwerken ähnlich Stonehenge in England auf Grund ihrer kommerziellen Geschichte mit der Nase vorn.

Eine attraktive Verbindung der Altstadt zum Afraberg war ohnehin bereits geplant. Nun könnte sich diese gar zu einem Pilgerweg entwickeln.

Doch es regt sich auch schon Widerstand in der Stadt: Gegner haben angekündigt, notfalls gegen jedes einzelne Bauvorhaben – aktuell in der Summe 23 an der Zahl – mit einem Bürgerbegehren vorzugehen.

sos

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