Kulturell nix los in Kaufbeuren? Von wegen!

Kulturring-Programm 2019/2020 steht

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Kulturring-Schatzmeisterin Birgit Pfeifer und Daniel Herrmann, der 2. Vorsitzende, im Gespräch mit dem Kreisbote zur Vorstellung des Programms für die Theater- und Konzertsaison 2019/2020

Kaufbeuren – In diesen Tagen stellt der Kulturring sein neues Programm für die Theater- und Konzertsaison 2019/2020 vor. Der Vorverkauf für Einzelkarten und Abos beginnt am 28. Juni, ab dann können Sie sich Ihre Wunschplätze sichern.

Seit über 50 Jahren organisiert der Kulturring Kaufbeuren e.V. ehrenamtlich mit Unterstützung der Stadt ein professionelles, hochwertiges Kulturangebot mit namhaften Künstlern für Kaufbeuren. In jeder Saison von September bis Juni stehen monatlich zwei bis drei abwechslungsreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Unter sieben Konzerten, sechs Theaterstücken, drei Veranstaltungen „für das junge Publikum“ und zwölf spartenübergreifenden Projekten (Lesungen, Kleinkunst, Folklore, Weltmusik, Musicals, Musikakrobatik, zusammengefasst in der Kategorie „Außer der Reihe“) dürfte auch im Programm 2019/2020 für jeden Geschmack wieder etwas dabei sein.

Zur Saison-Eröffnung wird immer etwas Besonderes geboten: Diesmal ist es am Samstag, 21. September, das Odeon-Jugendsinfonieorchester, das Patenorchester der Münchner Philharmoniker, welches nach Meinung von Daniel Herrmann „fast besser ist als das Bayerische Jugendsinfonieorchester“. Weitere Veranstaltungen im Bereich Konzert präsentieren das Concerto Stella Matutina (Telemann, Vivaldi) mit dem Fagottisten Sergio Azzolini (6. Oktober), die Bayerische Kammerphilharmonie mit dem Pianisten Alexander Schimpf (Mozart und Mendelssohn-Bartholdy am 25. Januar 2020), in der Osterzeit den Lassus-Chor München mit dem Passions-Oratorium „Membra Jesu nostri“ von Dietrich Buxtehude (21. März 2020), das Vokalensemble „Sjaella“ mit zeitgenössisch vertonten geistlichen Texten und barocken Klängen sowie nordischen Volksweisen (19. April 2020) und das Posaunen-Ensemble „Trombone Unit Hannover“ mit „Opus Delicti“ (17. Mai 2020). Als „absolutes Highlight“ bezeichnet der 2. Vorsitzende Daniel Hermann das Konzert von Bariton André Schuen mit dem Boulanger Trio, die am 3. April 2020 – passend zu Beethovens 250. Geburtsjahr – unter anderem dessen Schottische und Irische Lieder für Stimme und Klaviertrio bringen. Sie seien zwar, lächelt Schatzmeisterin Birgit Pfeifer, „eigentlich zu teuer – aber sie sind uns entgegen gekommen“.

Der Bereich Theater schlägt den Bogen von der eher unbekannten Shakespeare-Komödie „Verlorene Liebesmühe“ (21. April 2020) über Brechts „Mutter Courage“ (4. Mörz 2020) und „Andorra“ von Max Frisch bis hin zu einem brandaktuellen Stück über ein arabisch-jüdisches Paar („Die Vögel“ von Wajdi Mouawad am 16. Juni 2020). Es gastieren das Schwäbische Landestheater, das Landestheater Tübingen, das Euro-Studio Landgraf und die Shakespeare Company. Speziell auf das junge Publikum zugeschnitten sind die Stücke „Malala – Mädchen mit Buch“ vom Theater in Kempten über Malala Yousafzai, die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten (3. Dezember), „Der Karneval der Tiere“ von „Taschenphilharmonie – Das kleinste Sinfonieorchester der Welt“ in Kooperation mit dem Projekt „Kinderklassik“ (14. Februar 2020) und „Oh wie schön ist Panama“ nach dem Buch von Janosch vom Figurentheater Stephanie Hattenkofer (13. März 2020).

Die Kategorie „Außer der Reihe“ enthält neben einem Folkkonzert, dem Jazzchor Freiburg, dem Quartetto Passo Avanti, den Songs über, für und auf das Leben von Susanne Brantl (unter anderem mit Ludwig Hahn) sowie der Weltmusik vom Duo „Klangzeit“ auch zwei Musicals: „Edith Piaf – süchtig nach Liebe“ (5. November) und „Im weißen Rössl“ (6. Januar 2020). Im Alpen-Klezmer „Weihnukka“ (12. Dezember) werden bayerische Weihnacht und das jüdische Chanukkafest vermischt und „Gogol & Mäx“ amüsieren im Fasching (31. Januar 2020) mit Konzertakrobatik. Dazu kommen die Lesungen von Armin Strohmeyer am 27. November aus der von ihm verfassten Sophie-La-Roche-Biografie und von Udo Wachtveitl, der zusammen mit dem Gitarrenduo Gruber/Makla am 3. Mai 2020 „Eine Geschichte der Welt in neun Gitarren“ lebendig werden lässt. Zum krönenden Saison­abschluss liest Gerd Anthoff am 24. Juni 2020 anlässlich des 100. Geburtstages von Ludwig Ganghofer aus dessen Werken: „Perlen aus dem Schmonzetten-Meer“, umrahmt mit Zithermusik von Lothar Lägel.

Das ausführliche Programm für Ihre „persönliche Jahreskulturplanung“ erhalten Sie zum Beispiel im Kulturring-Büro, bei der Tourist-Info, beim Kreisbote Kaufbeuren, Rosental 4, Tel. 08341/80980, in der Sparkassen-Hauptstelle, in diversen Geschäften und als Download von der Kulturring-Webseite. Holen Sie sich rechtzeitig ihre Karten – laut Daniel Herrmann gibt es „manchmal Veranstaltungen, die sind ausverkauft“.

von Ingrid Zasche

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