Gefährten für immer und ewig

Die Kaufbeurer Kulturwerkstatt bringt "Die Schule der magischen Tiere" auf die Bühne

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Magische Tiere unter sich (v. li.): Idas Fuchs Rabat (Johanna Loos), Anna-Lenas Chamäleon Caspar (Milo Reglin), Lunas Wanderfalke Salim (Sayed Hamid) und Bennis Schildkröte Henrietta (Traudl Kaisinger).

Kaufbeuren – Unter der Leitung von Thomas Garmatsch hat die Schreibwerkstatt die beliebte, in rund 20 Sprachen übersetzte Kinderbuchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer für die Kulturwerkstatt adaptiert. Regie führen Nadja Ostertag und Gabi Striegl. Die Premiere war am Freitag.

Die Schüler der Klasse von Miss Cornfield (Gessica Vallentin) an der Wintersteinschule bekommen nach und nach jeder ein zu ihm oder ihr passendes, sprechendes magisches Tier. Zur „Klassenschönsten“ Helene (eitel und zickig gespielt von Carlotta Holste) gehört der ebenso hochnäsige Kater Von Karajan (Pauline Wachter), Benni (Benedict Hentschel) hat die Schildkröte Henrietta (betulich und weise Traudl Kaisinger) als Gefährtin. Das magische Tier von Franka (frech, aufmüpfig und aggressiv Madita Einfeldt) ist die Ratte Cooper (Emily Simpson) und der Tierpartner von Luna (Frida Dopfer) ist der Wanderfalke Salim (authentisch exotisch Sayed Hamid) aus Oman. Jo, der „süßeste Junge der Klasse“ (Jonathan Schatz) bekommt Pinguin Juri (Raphael Gaumann), Anna-Lenas (Merle Burkard) Chamäleon „Caspar aus Madagaskar“ (Milo Reglin) hilft ihr, ihre Schüchternheit zu überwinden und Schokoladenliebhaber Schoki (Leo Schmidt) erhält das Pinselohrschwein Peperoni.

Eine magische Tierhandlung

Bei Mortimer Morrisson (Simon Rösch, etwas verrückt und überkandidelt) mit seiner mobilen, magischen Tierhandlung haben die Tiere zu sprechen gelernt und sich angeeignet, zu normalen Plüsch-Kuscheltieren zu werden. Das machen sie immer dann, wenn Menschen in der Nähe sind die in das magische Geheimnis nicht eingeweiht wurden. Bei jeder Zuteilung wird gemeinsam geschworen: „Niemals, niemals sprechen wir mit anderen über das magische Tier. Die magische Zoohandlung ist streng geheim, so soll es für immer und ewig sein.“

Schoki (Leo Schmidt, vorne mittig) ist seelig. Endlich wird ihm ein magisches Tier zugeteilt.

Ida (sympathisch: Sina Steurer) ist neu an der Schule und leidet sehr unter der durch den Umzug bedingten Trennung von ihrer besten Freundin Miriam (Noemi Slawik). Bis sie ihr eigenes magisches Tier bekommt, den Fuchs Rabat (pfiffig und gewitzt dargestellt von Johanna Loos). Als Miriam wegen eines Unwetterschadens an ihrer Schule Ida in Winterstein besucht, bricht Ida den Geheimhaltungs-Schwur und erzählt von Rabat.

Theater im Theater

Miss Cornfield plant unterdessen eine Schüleraufführung von Robin Hood und lässt für die weiblichen Rollen auch Jungen und für die männlichen auch Mädchen vorsprechen. Schokis Opa Theodor (authentisch gruffig Artur Ostertag) behauptet, dass er früher selbst ein berühmter Filmschauspieler war und drängt Schoki fast mit Gewalt, die Rolle des Robin anzustreben – „wegen der Familienehre“.

Chamäleon Kaspar ermutigt Anna-Lena, sich als Robin zu bewerben und Peperoni überredet Schoki, endlich offen mit seinem Großvater zu sprechen und ihm zu sagen, dass er lieber Beleuchter wäre . Und so kommt es auch.Miriam darf die aus der magischen Tierhandlung ausgebüxte hochgiftige Schwarze Mamba Ashanti (Leo Schüll) nicht behalten, die sich ihr buchstäblich an den Hals geworfen hat. Doch sie entpuppt sich als begabte Geigerin und spielt deshalb auch im Bühnenstück mit. Helene wurde zu ihrem nicht geringen Verdruss als Köchin eingeteilt, während zu „Maid Marian“ die stille Luna gekürt wurde.

Wer ist der es?

Gleichzeitig rätseln die Schüler und ihre Tiere, was die geheimnisvollen Löcher auf der Schulwiese verursacht, die allnächtlich mehr werden. Da die Zuschauer die drei mit Stirnlampen im Dunkeln rhythmisch agierenden Lochgräber beobachten dürfen, wissen sie in dieser Hinsicht etwas mehr als die Schüler, kennen jedoch auch nicht den Grund dafür. Wen die Schüler mit Hilfe ihrer Tiere ertappen, soll aber noch nicht verraten werden.

Zum krönenden Abschluss organisiert Lunas Wanderfalke Salim, dass alle Schüler ein Riesenabschiedsfest für Luna feiern, deren Eltern aus der Stadt wegziehen.

Hübsche Regieeinfälle wie die drehenden schwarzen Schirme als Räder des Tierhandlungsbusses oder die Schultafel, auf der bewegte Bilder ablaufen, runden das Stück ab, das für Zuschauer von 6 bis 60 Jahren geeignet ist.

Weitere Vorstellungen des Stücks sind in Kulturwerkstatt im Theater Schauburg jeweils 17 bis 18.30 Uhr am 15., 16., 17. und 20., am 23., 24. sowie am 30. November und 1. Dezember. Eventuell gibt es Zusatzvorstellungen am 6. und am 7. Dezember.

iza

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