"Mauke – Die Band" erhält den Kunst- und Kulturpreis

"Geheimtipp" wird Kulturpreisträger

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Auftritt mit Kultstatus im vollen Saal: Die Formation Mauke im Theaterstadl in Blonhofen.

Kaufbeuren – Spätestens seit ihrem Auftritt bei der „Neu-gablonzer Kulturwoche“ galt die Gruppe „Mauke – Die Band“ als Geheimtipp für hintersinnig-hochwertiges Musikkabarett auf „paurisch“. Nun erhält die Gruppe den diesjährigen Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren.

Die Neugablonzer Gruppe „Mauke – Die Band“ erhält den Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren im Jahr 2013 in Form des Jörg-Lederer-Preises für Heimatpflege. Mit dieser Entscheidung würdigt die Stadt laut Günther Pietsch von der Kulturförderung der Stadt „Verdienste um die innovative Bewahrung der Gablonzer Kultur und Lebensart, insbesondere der paurischen Mundart“. Besonders hervorgehoben worden sei dabei, so Pietsch, die unverkrampfte, mit Selbstironie gewürzte Herangehensweise, mit der die Gruppe eine Tradition sympathisch in das Heute fortschreibe und generationenübergreifend Vorurteile entwaffne.

Die Entscheidung speziell für den Jörg-Lederer-Preis erklärte der städtische Vertreter so: „Wenngleich Musik unverzichtbarer Bestandteil der künstlerischen Arbeit ist, so stehen doch Tradition und heimatpflegerische Aspekte im Vor- dergrund. Die Gruppe erhält den Kulturpreis daher in der Kategorie des Jörg-Lederer-Preises für Heimatpflege“.

Die PreisträgerWolfgang Klemm, Herbert Stumpe, Dieter Schaurich, Sven Björn und Michael O. Siegmund, die sechs Musiker von Mauke, haben es sich zur Aufgabe gemacht, bekannte Ohrwürmer und Hits mit einem eigenen Text in der Mundart der Gablonzer, dem „Paurischen“, zu versehen. Beschrieben werden auf diese Weise oftmals prekäre Alltagssituationen, verbunden durch Dialoge und Moderation in trockenem Gablonzer Humor.

Mit dem Thema „Wertstoffhof“ finden sich erstmals auch kabarettistisch-darstellerische Elemente im aktuellen Bühnenprogramm. Dass sie den Kulturpreis ihrer Stadt erhalten, sei „ein riesen Ansporn, mindestens genauso intensiv weiter zu machen wie bisher“, freut sich Mauke-Mitglied Dieter Schaurich: „Der Preis kam absolut überraschend und ist im Moment auch mental noch gar nicht so richtig ‘greifbar’. Wir sind auf jeden Fall absolut überwältigt!“ Und, so fügt Schaurich augenzwinkernd nach bekannt humoristischer Mauke-Art hinzu: „Da fühlt man sich ja schon fast wie die Toten Hosen beim Echo…“

Lukullisches Maskottchen


Die Band wurde im Mai 2006 gegründet und avancierte – unter anderem durch Auftritte bei der Neugablonzer Kulturwoche – schnell zum „Geheimtipp“. Mit ihrem Anspruch, der paurischen Mundart ein musikalisch-modernes Gesicht zu geben, füllt Mauke bei seinen Konzerten mittlerweile mühelos die Säle. Auch den Schwabentag des Bezirks, der 2012 in Neugablonz stattfand, rundeten die Musiker mit einem stimmungsvollen Open-Air-Auftritt zum Tagesausklang ab.Obwohl vor kurzem gesundheitspolitisch noch brandaktuell, bezeichnet der Begriff „Mauke“ hier übrigens keine Pferdekrankheit, sondern ein handgestampftes Kartoffelpüree, das als typisches Produkt der Gablonzer Hausfrauenkunst galt und nun der Band als „lukullisches Maskottchen“ dient.

Der Preis


Zur Wahl des Kulturpreisträgers 2013 konnten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaufbeuren auch diesmal Vorschläge einreichen. Während der Frist im Januar gingen 39 gültige Einsendungen für insgesamt 22 Kandidaten ein. Ein Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest.Der 1979 ausgelobte Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren ist mit einer Summe von 2.000 Euro dotiert und kann in sechs Sparten vergeben werden. Bisher wurden der Peter-Dörfler-Preis für Literatur, der Ludwig-Hahn-Preis für Musik sowie der Jörg-Lederer-Preis für Bildende Kunst und Heimatpflege nunmehr neunmal, der Jugendkulturpreis achtmal sowie der Hermine-Körner-Preis für darstellende Kunst zweimal verliehen. Kreisbote

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