Marktoberdorf: Kultur und Infrastruktur in harmonischer Symbiose

Pflastersteine für die Allee

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Um den Bürgern zu zeigen, wie es aussehen könnte, wurde schon ein Teilbereich der Allee gepflastert.

Marktoberdorf – Dem Stadtrat der Kreisstadt Marktoberdorf liegt für die Sitzung Anfang April 2017 die Beschlussvorlage vor, die Kurfürstenallee in Marktoberdorf mit klassischen Granitsteinen zu pflastern. Damit wären die auf Vorrat beschafften und eigentlich für die Innenstadt vorgesehenen Pflastersteine aus ostbayerischem Granit verbaut und gleichzeitig auch die unzulängliche Verkehrssituation in der Allee grundlegend verbessert.

Damit kann die Allee auch wieder für schwere landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge befahrbar gemacht werden, ohne dass damit der alte Baumbestand beschädigt wird. Gleichzeitig spart sich die Stadt die Lagerkosten für die bereits gekauften und gelieferten Pflastersteine.

Bekanntlich waren diese ursprünglich für den innerstädtischen Bereich im Quartier Georg-Fischer-Straße/Bahnhofstraße bestimmt. Dort konnten sie aufgrund geänderter städtebaulicher Vorgaben nicht mehr verwendet werden, weshalb in Marktoberdorf seitdem nach alternativen Verwendungsmöglichkeiten für 1.261 Tonnen Pflastersteine gesucht wird. Die Allee bot sich aus mehreren Gründen an. So gab es Klagen von Landwirten über die schlechte Befahrbarkeit mit schweren Traktoren (wir berichteten). Die Allee ist als städtische Straße in der Planungshoheit der Stadt, ohne dass hier das Straßenbauamt in Kempten beziehungsweise die untere Straßenbaubehörde um Zustimmung ersucht werden müssten. Auch der optische Aspekt erfährt eine Bereicherung, denn eine gepflasterte Alleestraße, wie aus der Zeit des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus, ist zweifelsohne eine zusätzliche Bereicherung der an Kultur wahrlich nicht armen Kreisstadt. Damit wird ein kulturelles Konzept einer historischen Besinnung zurück auf die Zeit des Kurfürsten weiter ausgebaut.

In einer weiteren Stufe soll auch der Teepavillon am Ende der Allee („Tempel“) wieder nach historischen Zeichnungen aufgebaut werden und von einem lokalen Pächter betrieben werden.

Grundsätzlich scheinen fast alle im Stadtrat vertretenen Parteien und Vertreter bereits vorsichtige Zustimmung signalisiert zu haben. Lediglich von der Bayernpartei kam bisher Widerstand, die ihre Zustimmung zu diesem Vorhaben noch von einer Umsetzung ihres Vorschlags einer historischen Kutschenstation am alten Marktoberdorfer Bahnhof abhängig macht.

jk

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