Komfortabel und kostenlos

Kurzzeitparken in der Kaufbeurer Altstadt nun mit Park-Sanduhr möglich

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Stefan Geyrhalter (re.), Vorsitzender der AK, überreichte die erste Park-Sanduhr an Oberbürgermeister Stefan Bosse (li.). Mit Tobias Streifinger von der Sparkasse Kaufbeuren probiert der OB direkt das Anbringen am Autofenster aus.

Kaufbeuren – „Die Idee ist gut“, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse vergangenen Mittwoch bei der offiziellen Übergabe der ersten Park-Sanduhr für Kaufbeuren. Die Idee dazu kam von der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren (AK) und Vorsitzender Stefan Geyrhalter präsentierte nun deren Umsetzung. 15 Minuten können Autofahrer von nun an mit einer Park-Sanduhr in der Altstadt kostenfrei parken. So sollen kurze Besorgungen in der Innenstadt komfortabler und schneller erledigt werden können.

Da der OB die Idee befürwortete und die Verhandlungen mit der Rechtsabteilung erfolgreich endeten, konnte die Sonderanfertigung – in der Regel laufen Sanduhren der Größe nicht 15 Minuten – hergestellt werden. Das berichtete Geyrhalter. „Ohne die Sparkasse hätten wir das nicht stemmen können“, dankte der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft dem Hauptsponsor der Aktion. Die Aktion soll als ein weiterer Baustein zur Attraktivitätssteigerung der Altstadt dienen.

Statt Schein und Scheibe

OB Bosse „fand den Ansatz toll“, nur sei es verwaltungstechnisch nicht ganz einfach gewesen. In der zuständigen Behörde würden sie nur Parkscheiben- oder scheine kennen, schmunzelte er. Tatsächlich klingt es ungewöhnlich: Parken mit einer Sanduhr? Tatsächlich ist Kaufbeuren nicht die erste Stadt. Kirchheim unter Teck, zum Beispiel, das berichtete Geyrhalter, hat die Sanduhren seit mehreren Jahren und eine Stadt im Oldenburger Kreis habe diesem Vorbild nachgeeifert.

Die Kaufbeurer Park-Sanduhren haben eine rote Kappe mit dem Logo des Hauptsponsors Sparkasse und eine gelbe mit dem Logo der AK. Somit trägt sie die Farben der Stadt Kaufbeuren. Mit einem Saugnapf kann sie innen am Fenster (nicht schräg an der Windschutzscheibe!) befestigt werden. So lange der Sand rieselt, wird die Verkehrsüberwachung kein Knöllchen verteilen. Gültig ist die Park-Sanduhr im gesamten Altstadtbereich mit Parkautomaten. Wenn das Auto umgeparkt wird, kann die Uhr auch gedreht werden und ist erneut 15 Minuten lang gültig. „Die Semmeltaste an den Parkuhren ist nach wie vor aktiv“, sagte OB Bosse. Wer jedoch eine Sanduhr erwirbt, könne sich dann den Weg zur Parkuhr sparen. Bei längerer Parkzeit ist ein Parkschein am Automaten oder mit der Easypark-App via Mobiltelefon zu lösen.

Kleben oder stellen

OB Bosse ließ es sich nicht nehmen, die Park-Sanduhr direkt in seinem Wagen auszuprobieren. „Der OB empfiehlt eine Anbringung von Fall zu Fall“, sagte er lachend. Wer sie nicht ans Fenster anbringen möchte, könne sie, so probierte Bosse auch diese Variante, auch auf das Armaturenbrett stellen. Auf diese Weise wären die Nutzer auf der sicheren Seite. Denn durch kleine Verschmutzungen an der Scheibe könne die Uhr natürlich auch einmal runter fallen.

Die Sanduhren werden von den teilnehmenden Geschäften und der Sparkasse verteilt. Zum Preis von drei Euro können sie auch bei der Kreisbote Geschäftsstelle im Rosental 4 sowie in der Tourist-Info erworben werden.

von Selma Höfer

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