Lagerleben in Kaufbeuren:

Stadt in festlichem Gewand

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Kaufbeuren – Mittendrin in einer anderen Zeit – Gäste aus nah und fern, die am Freitag- und Samstagabend den Weg in die Kaufbeurer Innenstadt gefunden haben, konnten sich auch heuer beim historischen Lagerleben in das Mittelalter mit all seinem bunten Treiben versetzen lassen: Als Besucher konnte man spektakulären Showeinlagen mit Feuer oder Ritterkämpfen beiwohnen, gesellig bei Speis und Trank zusammensitzen oder beim gemütlichen Schlendern die verschiedenen Lager entdecken.

Bei der Eröffnungsrede wurde ganz im Sinne eines fröhlichen Festes dazu aufgerufen, jegliche Sorgen, die das „eigene Gemüt beunruhigen“, für die nächste Zeit hinter sich zu lassen, nicht durch Pöbeleien Unruhe zu stiften und den friedlichen Umgang untereinander zu wahren.

Familien mit Kindern, junge und junggebliebene Menschen verschiedener Nationen belebten die Altstadt und ließen die vielen visuellen und akustischen Eindrücke auf sich wirken; für das Lagerleben zeitgemäß gekleidete Besucher mischten sich dabei in einem Aufprall der Welten mit jenen, die in ihrer moderner Aufmachung aus dem Rahmen fielen. Auch der kleine Regenschauer, der kurz nach der Eröffnung einsetzte, brachte die Anwesenden nicht von ihrem Vergnügen ab.

Der Weg durch eine Gasse führte einen dann zum Beispiel zum Lager der Showringer, die unter großem Gebaren und mit vollem Körpereinsatz ihre Moves vorführten, hinter der nächsten Ecke traf man auf Gaukler, die so manche Späße trieben oder sah Fahnenschwingern dabei zu, wie sie die Fahnen präzise und kunstvoll durch die Lüfte schweben ließen. Auch die eindrucksvollen Kanonenschüsse der Artillerie waren schon von Weitem zu hören. Schmieden und Webern, denen man unterwegs begegnete, konnte man bei ihrem Handwerk zuschauen und wer selbst aktiv werden wollte, konnte sich bei den typischen Spielen der damaligen Zeit, wie Wurf- oder Geschicklichkeitsspielen austoben.

Auf der Suche nach einem Souvenir gab es an Ständen mit Schmuck, Hüten, Trachten, Holz- und Lederwaren genügend Auswahl zum Stöbern, und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt: Feurige Wurst, Fisch oder Maiskolben, Teigwaren, Keksorakel und Schokofrüchte, und zum Trinken wurden wahlweise „Gerstengebraü“, „Blubberwasser“ oder „Drachenblut“ angepriesen.

In beschwingter Atmosphäre konnten die Gäste an diesem Wochenende auf dem Lagerleben, auch dank der Präsenz von Sicherheitskräften, vergnügliche Stunden verbringen.

von Mahi Kola

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