"Landesliga wir kommen"

Der Jubel kennt keine Grenzen: Die SVK-Herren sind nach dem 3:0-Sieg gegen Wertingen in die Fußball-Landesliga aufgestiegen.

„Landesliga, wir kommen“, schallte es nach dem Schlusspfiff aus der Spielertraube der SVK. Kaufbeuren spielt nach 14 Jahren BOL wieder in der Fußball-Landesliga. Agostino Dellaira (2) und Mathias Franke sorgten für ein sicheres 3:0 beim TSV Wertingen, der nur in der ersten Halbzeit mit Kaufbeuren auf Augenhöhe war.

Sekt- und Bierdusche auf dem Rasen der Wertinger. Die Freude ist grenzenlos. Direkt nach dem Schlusspfiff sagte Martin Unglert, Abwehrspieler der SVK: „Es ist einfach überragend! Nach der Ära Neumann, Jentzsch kommen jetzt Kleiner, Unglert und Co. Die Landesliga kann was erwarten. Wir haben in Wertingen die Nervosität nach der Pause abgelegt. Nach der Führung platzte der Knoten. Bei Wertingen ging dann gar nichts mehr. Wir haben noch nach Marktoberdorf und Augsburg gespitzelt. Jetzt wird erst einmal gefeiert“. Auch Co-Trainer Fred Jentzsch ließ sich das finale Saisonspiel nicht entgehen: „Der Mannschaft gehört der alleinige Sieg und der Aufstieg. Natürlich waren sie anfangs nervös. Aber in der zweiten Halbzeit waren sie der Chef im Ring. Gratulation an alle, auch an Cheftrainer Dragan Lasic. Ich habe immer gesagt: wir müssen auf uns schauen, wir müssen unsere Spiele gewinnen. Das hat die Mannschaft klasse umgesetzt. Jetzt gibt es einfach nur noch Party". Kaufbeurens Cheftrainer Dragan Lasic hat derweil seine Mannschaft nach der abgelaufenen Saison, die mit dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt wurde, in den höchsten Tönen gelobt. „Ich bin so was von stolz auf diese Jungs. Wir haben eine homogene und super Mannschaft“, ist für den 42-Jährigen das Ziel Landesliga der bis dato größte Erfolg in seiner Trainerlaufbahn. „Als ich die Mannschaft im vergangenen Jahr übernommen habe, kamen von außen Zweifel und unruhige Stimmen gegen mich, doch ich ließ mich nicht beirren“, so Lasic, der nach anfänglichen Problemen die Jungs auf seiner Seite hatte und mit ihnen gemeinsam hart an dem Erfolg arbeitete. Mit zwölf erreichten Unentschieden erzielte die SVK die meisten Punkteteilungen nach 30 BOL-Partien. „Wir haben in vielen Spielen tausendprozentige Chancen liegen gelassen. Ich bin mir sicher, wir wären mit diesem Team am Ende auf Platz zwei“. Seiner Meinung nach waren die zahlreichen Einzel- und Mannschaftseinheiten ein Garant für den Erfolg. Auch Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner kann es immer noch nicht so richtig fassen. „Das macht mich alles so unglaublich stolz. Die Mannschaft hat über die gesamte Spielzeit eine klasse Leistung erzielt.“ Ausgiebig hat die Mannschaft am Samstagabend den Aufstieg in die Fußball-Landesliga gefeiert. Auch das Championsleague-Finale zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea London ließen sich die Spieler, samt Betreuer, Trainer und Vereinsführung nicht entgehen. „Wir haben wenige Bayern-Fans in unserer Mann- schaft, da war das Spiel doch eher Nebensache“, so der verletzte Mittelfeldakteur Robert Kögel. Der eigene Aufstieg sei doch wichtiger gewesen, hatte er am Tag danach kaum eine Stimme mehr. Für Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner ist die Niederlage der Bayern doch sehr bitter: „Sie haben akribisch darauf hingearbeitet, mit dem Ziel das Finale dahoam zu gewinnen. Es ist für mich eine unglückliche Niederlage“.

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