"Unser Dorf soll schöner werden"

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Der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Kaspar Rager (vorne links) konnte zusamen mit Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (3.v. li.) und Landrätin Maria Rita Zinnecker (5. v. li.) dem 1. Bürgermeister von Seeg Markus Berktold (2. v. li.) und dem ehemaligen Bürgermeister von Seeg Manfred Rinderle (4. v. li.) zum Bezirkssieg 2014 beim Dorfwettbewerb gratulieren. Auch heuer sind wieder alle Ostallgäuer Dörfer eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen.

Marktoberdorf/Landkreis – Es ist wieder so weit: Wer sein eigenes Lebensumfeld im ländlichen Raum aktiv mitgestalten möchte, hat heuer erneut die Möglichkeit, am „Dorfwettbewerb“ teilzunehmen. Dieser startet vorerst auf Kreisebene, mitmachen können alle Dörfer beziehungsweise Gemeindeteile bis 3000 Einwohner. Erstmals werden 2016 entsprechende Investitionen vom Landkreis mit 50 Prozent und einem Höchstbetrag von bis zu 2000 Euro bezuschusst.

In der jüngsten Bürgermeisterbesprechung am Dienstag in Markt­oberdorf gab die Landrätin alle wichtigen Infos zur Teilnahme. Der Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ ist ein Wettbewerb des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der heuer zum 26. Mal stattfindet und in Bayern auf vier Stufen erfolgt. Die Bürger kleiner Gemeinden sollen durch die Teilnahme animiert werden, sich aktiv um die Verschönerung ihres Dorfes zu bemühen, besonders angesprochen sind hier zum Beispiel Vereine oder Bürgerinitiativen. 

Im Fokus stehen die fünf Bereiche „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Soziales und kulturelles Leben“, „Baugestaltung und Entwicklung“, „Grüngestaltung und -entwicklung“ sowie das „Dorf in der Landschaft“. Der Dorfwettbewerb ist laut Landratsamt die größte Bürgerinitiative im ländlichen Raum. Bei erfolgreicher Teilnahme winken öffentliche Anerkennung, Urkunden und Preisgelder. 

Im Ostallgäu war bislang die Gemeinde Seeg besonders erfolgreich: Sie holte sich 2013 den Kreis- und 2014 den Bezirkssieg. Die Durchführung des Wettbewerbes erfolgt im Freistaat Bayern in vier Stufen. Er beginnt auf Kreisebene und endet im vierten Jahr auf Bundesebene. Erst die erfolgreiche Teilnahme auf einer Ebene berechtigt zur Teilnahme an der nächsthöheren Ebene. 

Die Zahl der Finalisten bestimmt sich aus der Gesamtzahl aller teilnehmenden Dörfer. Teilnehmen kann grundsätzlich jedes Dorf beziehungsweise jeder Gemeindeteil bis 3000 Einwohner. Kleine Dörfer mit bis zu 600 Einwohnern bilden eine eigene Gruppe. Die Anmeldung zum Kreisentscheid erfolgt durch die Gemeinden bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu. 

Um den Gemeinden im Ostallgäu einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, bezuschusst der Landkreis heuer erstmals jede Teilnahme grundsätzlich mit 500 Euro. Außerdem werden alle fünf Bewertungsbereiche (siehe oben) gleich gewichtet. Investitionen, die die teilnehmenden Gemeinden im Zusammenhang mit dem Wettbewerb tätigen, werden vom Kreis mit bis zu 2000 Euro gefördert. Initiativen, örtliche Vereine und Verbände sowie Organisationen können sich ab sofort außerdem auf Kreis­ebene direkt anmelden. 

Weitere Infos zu möglichen oder bereits laufenden Projekten erhalten Interessierte bei ihrer Gemeindeverwaltung.

von Michaela Frisch

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