Johann Fleschhut will Landrat bleiben – Viel Rückendeckung von den Freien Wählern

"Aller guten Dinge sind drei"

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Landrat Johann Fleschhut will im Amt bleiben und stellt sich erneut der Wahl zum Landrat.

Ebenhofen/Landkreis – Der amtierende Landrat wird bei den Kommunalwahlen im März 2014 erneut für das höchste Amt im Kreis kandidieren. Die Mitglieder der Freien Wähler im Ostallgäu haben Johann Fleschhut nun mit nur einer Gegenstimme Es gab keinen weiteren Vorschlag für die Kandidatenliste.

Seit 2002 hat Fleschhut das Amt des Landrats inne. Bei den Kommunalwahlen im März 2014 will er nun zum dritten Mal antreten. „Aller guten Dinge sind drei“, schickte der 57-Jährige daher auch seiner Nominierungsrede Dienstag vor einer Woche in Ebenhofen voran. Selbstbewusst trat Fleschhut vor die Freien Wähler, sprach von einem Landkreis der Superlative und dem gelungenen Spagat, das Ostallgäu in vielen Richtungen voran gebracht zu haben – sei es in Sachen Wirtschaft und Landwirtschaft, im Sozialen, der Bildung oder beim Tourismus. 

Dabei ging er auf internationale Top-Konzerne wie Agco/Fendt und Nestlé ein, die im Ostallgäu gute Bedingungen und im Landratsamt einen „unbürokratischen Ansprechpartner“ vorfänden. Als zukünftige Projekte nannte Fleschhut in diesem Zusammenhang, die Wirtschaftsförderung bei den einzelnen Kommunen auszubauen, die Vermarktung der Königscard bundesweit zu verbessern sowie dem hohen Flächenverbrauch im Landkreis entgegenzuwirken. 

Insgesamt präsentierte er sich als ein an Sachthemen orientierter Mandatsträger. Vage äußerte sich Fleschhut allerdings zur Situation der Kliniken. Diese sei das „einzig echte“ Problem des Landkreises und habe ihm persönlich auch die schwersten Entscheidungen seines Berufslebens abgetrotzt. Doch der Landrat ließ sich wenig Konkretes zum Thema selbst entlocken: „Wir stecken in einer Sanierungsphase, arbeiten uns Stufe für Stufe aus dem Keller empor“. Fleschhut nimmt es für sich in Anspruch, der Einzige zu sein, der sich intensiv an den Problemen der Kliniken abarbeite und initiativ Lösungen, wie den Bau eines Ärztehauses in Marktoberdorf, vorantreibe. Auch für die Nachnutzung des Klinikums in Obergünzburg zeichne sich eine Lösung durch die Bezirkskliniken Schwaben ab. Nun müsse man „mit vereinten Kräften nach vorne blicken“. 

Selbstbewusst geht der amtierende Landrat Fleschhut, der seit 27 Jahren Kommunalpolitik macht, auch den bevorstehenden Wahlkampf an. Der Jurist scheut den Wettbewerb mit den anderen Kandidaten nicht. Er vertraue auf seine Erfahrung und seine Qualitäten als politischer Gestalter. Seine Bitte an die Anwesenden, mit einem klaren Ergebnis deutlich Rückendeckung zu signalisieren, wurde erfüllt. Mit nur einer einzigen Gegenstimme erhielt Fleschhut denn auch das Votum der Freien Wähler im Ostallgäu. von Angelika Hirschberg

Für die Freien Wähler treten bei der Kreistagswahl 2014 an: 

• Listenplatz 1: Johann Fleschhut, 2. Josef Rid, 3. Brigitte Schröder, 4. Armin Holderried, 5. Herbert Heisler, 6. Thomas Kölbl, 7. Anni Derday, 8. Peter Grotz, 9. Thomas Pihusch, 10. Werner Moll, 11. Johanna Hofbauer, 12. Hans Weber, 13. Markus Trinkwalder, 14. Bernhard Dolp, 15. Erika Summer, 16. Hans-Peter Lichtblau, 17. Berthold Fourné, 18. Gottfried Csauth 19. Johann Stich, 

• 20. Manfred Rinderle, 21. Werner Himmer, 22. Jürgen Schweikart, 23. Johann Möst, 24. Ralph Habig, 25. Michael Abel, 26. Martin Wachter, 27. Michael Krehl, 28. Annemarie Hauptmann, 29. Martin Mielich, 30. Martin Helmer, 31. Markus Peschel, 32. Bernhard Seitz, 33. Manuela Lederle, 34. Harald Schmid, 35. Jeanette Geiger, 36. Wilma Hofer, 37. Johannes Schindele, 38. Max-Josef Schwarzer, 39. Hanspeter Eberhardt, 

• 40. Josef Gast, 41. Bernd Singer, 42. Annelies Zink, 43. Andreas Tanner, 44. Neill Hogarth, 45. Andreas Jung, 46. Eva Wiedemann, 47. Andreas Ullrich, 48. Jürgen Doser, 49. Manfred Reischl, 50. Alfred Umkehrer, 51. Heinz Heer, 52. Hans Brugger, 53. Rudolf Achatz, 54. Peter Köpf, 55. Johann Hartmann, 56. Peter Wrba, 57. Wolfgang Gerum, 58. Fridolin Linder, 59. Gregor Bracht und 60. Michael Schröder.

Beachten Sie auch unsere weiteren Artikel zur Kommunalwahl 2014!

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