Latta und Habermann bleiben

Eingerahmt von Vorstandsmitglied Christian Demel links und ESVK-Präsident Kurt Dollhofer rechts gab der „Trainer des Jahres“ Ken Latta im Veranstaltungsraum der Sparkasse seine Weiterverpflichtung für zwei Jahre beim Eishockey-Bundesligisten bekannt. Foto: Mayr

Die wichtigste Entscheidung in Bezug auf die nahe Zukunft des Eishockeybundesligisten ESV Kaufbeuren ist gefallen. Mit der Weiterverpflichtung von Manager Klaus Habermann und Trainer Ken Latta bis 2013 ist der Grundstein gelegt. Nach langen Verhandlungen, denn auch andere Klubs hatten die Fühler nach dem „Trainer des Jahres“ ausgestreckt, entschied sich der Deutschkanadier zusammen mit dem sportlichen Leiter Klaus Habermann, die Geschicke des Klubs in den nächsten zwei Jahren zu leiten. Kein leichtes Unterfangen, denn in Zeiten allgemein steigender Kosten soll sich der Etat des Klubs für die neue Saison etwa auf dem gleichen Niveau bewegen wie bisher, allerdings ohne Überziehung wie in der abgelaufenen Saison.

Mit ausschlaggebend für die weitere Zusammenarbeit waren auch die sportlichen Erfolge der Nachwuchsabteilung, denn mit den Junioren als Deutscher Vizemeister und der Jugend als Deutscher Meister sind die Weichen für die zukünftige Personalpolitik beim ESVK gestellt. Vor allem jungen, talentierten Akteuren aus der Region wird ein Sprungbrett geboten. Ken Latta setzt auf die Jugend. Der Coach, der ebenso wie viele Fans von den Play-Off-Darbietungen der Joker enttäuscht war, plant deswegen auch einen größeren Umbruch im Team. Wie sich der ESVK 2011/12 zusammensetzt, wird sich schon in den nächsten Wochen herauskristallisieren. Die Klubführung führt schon seit Januar Verhandlungen mit einigen Leistungsträgern. Als einziger Joker hat Verteidiger Jakub Körner noch einen laufenden Vertrag für die neue Saison. Ken Latta weilt momentan in Kanada. Er sucht passende Akteure, wobei er gezielt schon einen Verteidiger im Auge hat. Durch den Aufstieg der ESVK-Jugend in die Deutsche Nachwuchs Liga (DNL) will der Verein auch hiesige Talente halten, die noch vor Jahren wegen der DNL zu anderen Klubs wechselten. Zusätzlich zur DNL meldet der ESVK auch wieder die Junioren, wodurch die heranwachsenden Spieler Gelegenheit haben, den Sprung ins Joker-Team zu schaffen. Maximilian Schäffler und Marco Habermann, als aktuelle U-Nationalspieler, sind der beste Beweis. Zweiter Vorstand Andreas Settele verwies noch einmal auf die letzte Hauptrunde, die die Joker dank guter Leistungen mit einem fünften Rang beendeten. Ob es nächste Saison wieder so gut läuft, hängt von etlichen Faktoren ab. Wirtschaftlich ist der ESVK, bedingt durch die hohen Altschulden aus der „DEL-Ära“ immer noch stark eingeengt und das Fortbestehen des Klubs steht an erster Stelle. Doch die größtenteils sachkundigen Fans in und um Kaufbeuren werden mit Sicherheit hinter ihrem Klub stehen, sollte es mal nicht so optimal laufen, ist man sich beim ESVK sicher. Dass mit einer teuren Mannschaft kein Erfolg garantiert ist, zeigt das Beispiel der Freiburger Wölfe, die nun auch finanziell vor dem Aus stehen.

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