Startschuss für Förderungen

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Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende der lokalen Aktionsgruppe bergaufland e.V., und Jürgen Schwarz als 2. Vorsitzender „studieren“ die Lokale Entwicklungsstrategie.

Ostallgäu – Der Startschuss für die Leader-Förderperiode, in der bis ins Jahr 2020 mehr als 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen für innovative Projekte im Ostallgäu bereit liegen, ist gefallen. „Alle interessierten Bürger, Vereine, Verbände und Kommunen sind aufgerufen, innovative Projekte einzureichen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker, gleichzeitig 1. Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e.V.“, anlässlich der zweiten Mitgliederversammlung des Vereins.

Für die Stärkung des ländlichen Raums stehen dem Ostallgäu als Orientierungswert 1,1 Millionen Euro für sogenannte Einzelprojekte und zusätzlich 400.000 Euro Fördermittel für sogenannte Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent. Hinzu kommen 20.000 Euro zur Unterstützung kleinerer Projekte im Bereich Bürgerengagement, wie Regionalmanager Heiko Gansloser bekannt gab. 

Am 12. März hatte Zinnecker die Anerkennungsurkunde für die weitere Teilnahme am EU-Förderprogramm Leader aus den Händen des bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Helmut Brunner erhalten (wir berichteten). Damit sicherte sich der Landkreis zum dritten Mal Anteile am rund 111 Millionen Euro schweren Leader-Fördertopf für Bayern. Viele nachhaltige Projekte der Region sind in der Vergangenheit aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaats gefördert worden, beispielsweise das Römerbad Kohlhunden bei Marktoberdorf. 

Über die Förderung weiterer Projektideen, zum Beispiel der Wanderroute „Schlosspark“ durch’s Ostallgäu oder die Einrichtung dezentraler Ehrenamtsstellen, soll demnächst entschieden werden. Ende Juni trifft sich das Entscheidungsgremium, bestehend aus 25 Vertretern des Vereins, zum ersten Mal, um Zuschüsse für bereits eingegangene Projekte der Förderperiode 2014 bis 2020 auf den Weg zu bringen. 

Was wird gefördert? 

Alle Projekte können gefördert werden, die im Gebiet der LAG „bergaufland“ liegen und die mindestens ein Handlungsziel der definierten Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) umsetzen. Als Handlungsziele wurden Bereiche bestimmt, die sich mit der Entwicklung von Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Kultur und Identität sowie den Herausforderungen der Demografie beschäftigen. 

Generell empfiehlt Regionalmanager Gansloser, vor der Bewerbung die Projektidee mit dem Regionalmanagement zu beraten und gegebenenfalls mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten abzustimmen. 

Bewerbungsverfahren 

Voraussetzung für die Aufnahme von Projekten ist die schriftliche Beschreibung der Idee anhand einer Vorlage, die beim Verein „bergaufland“ und im Internet zu finden ist. Das Entscheidungsgremium beschließt anhand einer Punkteliste über die Förderung. Die Bewilligung durch das Entscheidungsgremium ist unbedingt abzuwarten, bevor mit der Umsetzung des Projekts begonnen wird. 

Vereine, Verbände, Kommunen sowie Einzelpersonen können mit ihren Projektideen eine Förderung beantragen. Ausgenommen sind staatliche Behörden. Der Zuschuss ist auf 200.000 Euro pro Projekt beschränkt. Ebenso werden Projekte mit einem Zuschuss von weniger als 3.000 Euro nicht bewilligt. Informationen, die ausführliche Leader-Förderrichtlinie sowie die Projektbeschreibung sind im Internet unter www.leader-ostallgaeu.de sowie über Heiko Gansloser im Landratsamt einzusehen.

von Angelika Hirschberg

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