Leben im Schrank - Kulturwerkstatt-Premiere "Titus" begeistert mit Ein-Personen-Stück

„Ich stehe auf dem Dach der Schule und springe, 1...2...und ...“. Vom ersten bis zum letzten Satz hängt man an den Lippen von Titus - einem ganz normalen Jungen. Man hört seine Gedanken, Gefühle, Ängste, Sorgen und Nöte.

Um es gleich zu sagen: Frans Lebsanft spielt dieses Ein-Personen-Stück von Jan Sobrie fantastisch. Er spielt diese Eineinhalb Stunden nicht, er lebt sie. Das ist Autentizität pur. Die Zwiegespräche mit seinem Therapeuten oder mit seiner Oma stellen das Komödienhafte im Drama treffend dar und immer wieder ist man begeistert, was man mit einem umgebauten Ikea-Schrank alles machen kann. Es regnet sogar im Schrank, den Stefanie Rieß mit dem kongenialen Lichtkonzept von Sebastian Berger zum Lebensmittelpunkt von Titus ausstattetet. Nadja Ostertag, die ebenfalls für das Licht zuständig ist und Regie führt, ist mit „Titus“ wieder ein ganz großer Wurf geglückt. Zu sehen ist „Titus“ noch am 5., 6. und 14.2. um 19.30 in der Kulturwerksatt. Toll!

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