Ein perfekter Platz im Zentrum

Lebenshilfe Ostallgäu eröffnet die „Wäscherei Wertachtal“

Gruppenleiterin Carmen Todisco und Einrichtungsleiterin Dagmar Rothemund
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Helle Geschäftsräume in perfekter Lage: Gruppenleiterin Carmen Todisco (links) und Einrichtungsleiterin Dagmar Rothemund (3. v. li.) freuen sich zusammen mit ihren tüchtigen Mitarbeitern auf die Geschäftseröffnung.

Marktoberdorf – Die neuen Geschäftsräume der Lebenshilfe Ostallgäu sind fast fertiggestellt. Die Stimmung auf der Baustelle ist gut, denn alle Beteiligten können davon ausgehen, dass hier mitten im Zentrum von Marktoberdorf morgen pünktlich die neue „Wäscherei Wertachtal” eröffnen wird.

Als Außenstandort der Wertachtal-Werkstätten liege die Wäscherei zentral, sei selbstverständlich barrierefrei und zusätzlich mit drei Kundenparkplätzen direkt vor dem Haus ausgestattet, berichtete die Gruppenleiterin Carmen Todisco erfreut beim Pressetermin in der vergangenen Woche. Sie wird künftig zusammen mit ihren Mitarbeitern die Wäscherei in den neuen Räumlichkeiten betreiben.

Doch die Wäscherei wird nur einen Teil der Geschäftsfläche einnehmen. Hinter den hellen Schaufenstern des mittleren Bereichs wird es eine weitere Verkaufsfläche für verschiedene Eigenprodukte aus den Werkstätten der Lebenshilfe in Füssen und Neugablonz geben. Einige von ihnen konnte die Einrichtungsleiterin Dagmar Rothemund bereits präsentieren, denn im Schaufenster standen etliche fantasievoll und sauber gefertigte Holzskulpturen. Doch auch Bio-Lebensmittel wird man hier künftig erhalten können, wie zum Beispiel Kekse, Essig, Senf und Müsli. Ferner sollen viele Dinge des täglichen Bedarfs angeboten werden, die von den Projektgruppen in den Werkstätten hergestellt wurden, wie zum Beispiel Kinderkleider, Trachtenröcke und handgefertigte Vogelhäuschen, ja sogar Anzünder für Kamine, Öfen und Grills.

Am neuen Arbeitsplatz schon in den Startlöchern: Die Crew der neuen “Wäscherei Wertachtal” von der Lebenshilfe Ostallgäu.

Für Rothemund und Johanna Zwick von der Öffentlichkeitsarbeit ist es einerseits wünschenswert, die Produkte der Werkstätten direkt im Zentrum von Marktoberdorf anbieten zu können, andererseits ist es beiden aber auch wichtig, konkret sichtbar zu machen, dass Lebenshilfe und Wertachtal-Werkstätten zusammengehören. Doch auch externe Kunden werden hier ihre Produkte anbieten können, wie zum Beispiel die Stadt-Land-blüht Biohandel GmbH & Co. KG, die, wie es der name bereits verspricht, mit Saatgut vertreten sein wird.

In den Büroräumen des hinteren Bereichs bereitete sich gleichzeitig noch eine dritte Instanz der Lebenshilfe auf ihre Arbeit vor: „Kompass”, die Agentur für betriebliche Inklusion. Sie versteht sich als Anlaufstelle gleichermaßen für Arbeitgeber und Menschen, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf im Leben und bei der Arbeitssuche haben. Die Integrationsarbeiter Uwe Zimmermann und Lukas Kim werden dort Möglichkeiten schaffen und entwickeln, ihre Zielgruppe verstärkt in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu bringen. Teilen werden die beiden sich dort ein großes Büro, zu dem auch ein separater und selbstverständlich barrierefrei zugänglicher Beratungsraum gehört. Bei der Begehung äußerten sich Zimmermann und Kim sehr positiv über den neuen Standort. Dieser sei vom Bahnhof aus gut zu erreichen und befinde sich nur wenige Meter entfernt von den Räumen der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung” (EUTB)im „Haus der Begegnung”. Der EUTB ist ein Sozialer Dienst, der sich vornehmlich für die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Menschen mit Behinderung, oder chronischer und psychischer Erkrankung einsetzt. Der Lebenshilfe wird der EUTB ab 17. Mai nun nicht mehr nur inhaltlich, sondern auch noch örtlich nahestehen.

Öffentlichkeitsarbeiterin Zwick ist der festen Überzeugung, dass die Ostallgäuer Lebenshilfe, wie sie sagt, „nach langer Suche” nun in der Marktoberdorfer Innenstadt einen perfekten Platz gefunden hat.

Felix Gattinger

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