Historischer Festumzug und Gauschützenumzug in Obergünzburg

Leistungsschau der Schützen

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Obergünzburg – Der Schützengau Allgäu feierte am Wochenende seinen Gau-Umzug zusammen mit dem traditionellen Historischen Schützenumzug durch Obergünzburg.

War die offizielle Eröffnung des Freischießens und das Obergünzburger Historienspiel am Freitag noch im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, zeigte sich am Sonntag der Himmel über Obergünzburg in den bayerischen Traditionsfarben Weiß und Blau. Als erste Zuschauer hatten sich vor der St. Martin-Kirche einige Senioren die besten Plätze im Schatten gesichert. Alfons Wehrmeister aus Krugzell meinte: „Ich bin selber Schütze, kann aber nicht mehr mitlaufen. Da schau ich mir die Schützenvereine von hier aus an.“

Markus Weichsler, Jungbauer aus Wiggensbach und in Lederhosen mit Edelweiß-Hosenträgern, hatte sich am Oberen Markt ein schattiges Plätzchen gesucht: „Ich bin eingeladen worden, den Umzug anzuschauen. Tracht ziehe ich gerne an, weil‘s halt dazu gehört.“

Donnernde Böller der Feuerschützen kündigten vom anderen Ende des Oberen Marktes aus den Anmarsch des Umzuges mit rund 2.400 Teilnehmern an. Dieses Jahr war der Schützenverein „Guntia“ vom Schützengau Allgäu mit der Durchführung des Gauumzuges betraut worden. Deshalb las sich die Liste der teilnehmenden Schützenvereine fast wie die Mitgliederliste im Gau. Nahezu alle namhaften Schützenvereine waren vertreten und präsentierten in über 60 Abteilungen ihre Schützenkönige und -königinnen. Traditionell war auch wieder eine Abordnung von Feuerschützen aus Verona in Italien mit dabei. Dazwischen waren 17 Blaskapellen der teilnehmenden Gemeinden verteilt, die den Schützen mit schmissiger Marschmusik das Marschieren erleichterten. Gleichzeitig animierte das auch die Zuschauer zum Mitklatschen. Einige Vereine brachten auch eigene Festwagen mit; die Prominenz fuhr im Landauer vor. Obergünzburgs Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus begrüßte auf der Ehrentribüne zahlreiche Ehrengäste, unter anderem Anton Klotz, Landrat aus dem Oberallgäu als Zeichen für die landkreisübergreifende Zusammenarbeit, und Bezirkstagsvizepräsidentin Ursula Lax. Ebenfalls genossen den Festumzug Staatsminister für Wirtschaft, Franz Josef Pschierer, die Landtagsabgeordneten Angelika Schorer und Bernhard Pohl, sowie Landrätin Rita Maria Zinnecker, die extra aus ihrem Urlaub zum Besuch des Festumzuges gekommen war.

Vor den einzelnen Vereinen trugen Kinder mit tiefer Inbrunst, viel Ausdauer und sichtlichem Stolz die Holzschilder, mit denen sie jeweils den Verein ankündigten. Manche Vereine führten auch kleine Versorgungshandwagen mit, die bestens bewacht wurden. Den Abschluss bildeten traditionell die Schlussreiterinnen. Nachdem sich der Umzug aufgelöst hatte, strebten Teilnehmer und Besucher gleichermaßen zum Festzelt, um sich bei Bier oder Kaffee und Kuchen zu stärken.

Gauschützenmeister Stefan Gabler war mit der Durchführung des Umzuges hoch zufrieden und bedankte sich beim Schützenmeister der Guntia, Wolfgang Honold: „Wenn wir mehr Vereine hätten, so wie die Guntia, wäre es besser bestellt um das Schützenwesen.“

Honold bedankte sich und dachte schon wieder weiter: „Bei der Guntia gibt es in der kommenden Woche jeden Tag den Schießbetrieb vom Freischießen, Unterhaltungsabende im Festzelt und am kommenden Sonntag ist dann große Preisverteilung. In Obergünzburg rührt sich was.“

von Wolfgang Krusche

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