Lena Klenke, bekannt aus "Fack Ju Göhte", spricht über ihre neue Hauptrolle in "Rock My Heart"

"Möchte noch sehr viel erleben"

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Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch (re.) unterhielt sich mit Schauspielerin Lena Klenke.

Schauspielerin Lena Klenke wurde 1995 in Berlin geboren. 2010 bewies sie in dem preisgekrönten Drama „Das letzte Schweigen” von Baran bo Odar ihr Talent. In Bora Dagtekins „Fack Ju Göhte”- Reihe spielt Klenke die kleine Schwester der von Karoline Herfurth verkörperten Lehrerin Lisi Schnabelstedt. Im Film „Rock My Heart”, der seit Donnerstag in den Kinos läuft, übernimmt die Jungdarstellerin erstmals die Hauptrolle.

Aktuell steht sie für die von Sky produzierte Serie „Acht Tage“ an der Seite von Mark Waschke und Christiane Paul vor der Kamera. Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch traf Lena Klenke in Berlin.

Wurdest Du für die Rolle der Jana in „Rock My Heart“ bei einem Casting ausgewählt oder wurde Dir die Rolle direkt angeboten?

Klenke: Es gab einen längeren Casting-Prozess. Zuerst gab es ein Casting auf einem Reiterhof, wo man vorreiten musste, was bei mir ziemlich schief gegangen ist, weil ich nicht reiten konnte (lacht). Dann gab es verschiedene Castings in Konstellation mit Dieter Hallervorden, Annette Frier und Emilio Sakraya, um zu sehen, ob es zusammenpasst. Und dann hat man sich für mich entschieden.

Du hast in „Fack Ju Göhte 1+2“ die Laura gespielt, die im ersten Teil mit Selbstmordgedanken hadert. Als Jana setzt Du dich ebenfalls mit dem Tod auseinander. Der Film ist überraschend tiefgreifend in Bezug auf die Herzkrankheit.

Klenke: Ich finde es toll, dass der Film ein ernstes Thema aufgreift und kein typisches Happy End zeigt. So kann man Unterhaltung mit einem wichtigen Thema verbinden. Das finde ich wichtig.

Wenn Du in der Situation von Jana wärst, würdest Du genauso handeln wie sie und Dir von der Krankheit keine Grenzen setzen lassen?

Klenke: Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten, denn ich spiele die Rolle, ich bin Schauspielerin. Aber ich bin auf jeden Fall auch sehr starrköpfig und kann nicht still sitzen. Ich könnte auch nicht zu Hause sitzen und mich selbst bemitleiden, sondern würde versuchen, alles zu machen, solange es geht.

Hast Du Dich im Vorfeld der Dreharbeiten mit Herzkrankheiten auseinandergesetzt?

Klenke: Ja, ich habe viel mit Hanno Olderdissen, dem Regisseur, geredet. Wir haben viele Dokumentationen gesehen und uns mit zwei Familien getroffen, die herzkranke Kinder in dem Alter haben. Das war wichtig, weil wir alle Fragen loswerden konnten. Erstaunlicherweise hatte das eine Mädchen auch ein Pferd und ist Reiten gegangen. Man muss bei allem vorsichtig sein und alles mit den Eltern absprechen, was in dem Alter bestimmt nicht einfach ist.

Inwieweit ist die Jockey-Ausbildung, die Jana absolvieren muss, authentisch?

Klenke: Diese Prüfung auf dem falschen Pferd gibt es tatsächlich. Der Vater von unserem Regisseur hatte mal einen Pferdebetrieb, sodass er da Erfahrungen mitbrachte. Ich hoffe, dass wir die Szenen authentisch darstellen, weil wir auch mit vielen Jockeys am Set gearbeitet haben.

Wie war der Dreh mit den Pferden?

Klenke: Super. Es waren sehr tolle Tiere, von denen ich viel gelernt habe. Ich hatte vorher keine Erfahrungen mit Pferden und habe erst für den Film intensives Reittraining bekommen und dadurch die Tiere lieben gelernt.

Welche Projekte sind in der nahen Zukunft geplant?

Klenke: Ich drehe gerade für Sky die Serie „Acht Tage“, wo es um den Weltuntergang geht – nicht mehr und nicht weniger. Und im Oktober kommt „Fack Ju Göhte 3“ ins Kino.

Vielen Dank für das Gespräch.

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