Zweites Kaufbeurer Lernfest begeistert Besucher

Wissen spielerisch vermittelt

+
Am Stand der Rappelkiste hoben aus Luftballons hergestellte Hubschrauber ab.

Kaufbeuren – Unter dem Motto „Wissen in Bewegung“ fand das „Lernfest Kaufbeuren“ heuer zum zweiten Mal statt. 

Dass Lernen auch Spaß machen kann, davon konnten sich die Besucher des zweiten Kaufbeurer „Lernfests“ überzeugen. Auf drei Bühnen und an über 100 Ständen präsentierte der Bildungsstandort Kaufbeuren die vielseitigen Bildungseinrichtungen und -angebote der Stadt. Kaufbeurens OB Stefan Bosse eröffnete das Lernfest, zu dem die Stadt Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit dem Träger der Veranstaltung, der Volkshochschule Kaufbeuren, nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal eingeladen hatte: Auf dem Kaufbeurer „Lernfest“ könne man laut Bosse sehen, wie das bundesweite Förderprogramm „Lernen vor Ort“, an dem die Stadt bereits seit einigen Jahren teilnimmt, „seine segensreiche Wirkung entfaltet“. Bosse wies darauf hin, dass Bildungsarbeit „auch eine kommunale Sache“ sei und damit mehr verbunden sei, als nur die baulichen Gegebenheiten für Bildungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. „Wir sind eine Bildungsstadt. Das wollen wir heute wieder unter Beweis stellen“.

Die Stadt Kaufbeuren hat es sich darüber hinaus „zum Ziel gesetzt“, nicht nur „Bildungseliten“, sondern die vielseitigen „Talente“ ihrer Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Ein solches Talent ist auch der Kaufbeurer Kabarettist Wolfgang Krebs, der die Schirmherrschaft für das diesjährige Lernfest übernommen hatte. Krebs erzählte in seiner Eröffnungsrede von seiner eigenen „wechselvollen Schulzeit“, der keine klassische Bildungskarriere gefolgt war. Vor allem aber berichtete er davon, wie er über einige Umwege seinen eigenen Weg fand. Grund genug für Krebs, die Besucher zu ermuntern, „sich selber zu vertrauen. Jeder von uns, der gesund ist, hat täglich die Chance, seinem Leben eine neue Richtung zu geben“. Ministerpräsident Horst Seehofer sei dabei für ihn ein Beispiel dafür, „dass man es auch ohne Abi schaffen kann“. Den Eröffnungsreden folgte mit der Landung der Fallschirmspringer Dieter Dankesreiter und Jürgen Wimmer auf dem Gelände des „Lernfestes“ ein erstes Highlight des Tages. Bei der anschließenden Gesprächsrunde beantworteten die Gäste, Staatssekretär Franz Josef Pschierer, OB Stefan Bosse, Wolfgang Krebs, Johannes Glaisner (Schulleiter der Jörg-Lederer-Mittelschule), Susanne Jehl (Schulleiterin des Jakob-Brucker-Gymnasiums) und Joachim Kesting, erster Vorsitzender der Special Olympics Bayern, Fragen der Moderatorin Sabine Meyle (Leiterin der VHS Kaufbeuren) zum Thema Lernen.

Auf drei Bühnen sorgte ein abwechslungsreiches Programm mit musikalischen Liveacts und Tanzeinlagen, Theater und Akrobatik für Unterhaltung und in verschiedenen Vorträgen wurden zentrale Fragen rund um Lernen und Bildung beantwortet. Auch die Aussteller zeigten an über 100 Ständen zu den Themen „Wissen schaffen“, „Wissen aktivieren“, „Wissen probieren“, „Wissen bewahren“ und „Wissen machen“, wie vielseitig Lernen und Bildung sein kann. Getreu dem Motto „Gesund gelingt Bildung besser!“ waren auch verschiedene Stände im Bereich Gesundheit, Freizeit und Sport – darunter die AOK Gesundheitskasse, der ESV Kaufbeuren sowie die Freiwillige Feuerwehr Kaufbeuren und die Wasserwacht vertreten.

Auch die Schulen Kaufbeurens waren mit eigenen Ständen dabei. Mit Aktionen für Jung und Alt wurde gezeigt, dass „Bildung in allen Lebensbereichen“ auch lebenslanges Lernen bis ins hohe Alter einschließt. Für die Besucher des Lernfestes hieß es dabei: Mitmachen, ausprobieren, experimentieren und kreativ werden. So konnten die Besucher bei Aktionen und in zahlreichen Workshops hautnah erleben, dass Lernen durchaus Spaß machen kann und ganz nebenbei auch noch spielerisch neues Wissen erwerben.
Von Sabrina Hartmann

Auch interessant

Meistgelesen

Festzug mit Hindernissen
Festzug mit Hindernissen
Stadt in festlichem Gewand
Stadt in festlichem Gewand
Silikon entzündet sich
Silikon entzündet sich
Behinderungen auf der B12
Behinderungen auf der B12

Kommentare