Letzter Aufruf „freiflug“

Organisation für das freiflug-Festival geht in die heiße Phase

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Die Beteiligten der Veranstaltung kamen zum regen Ideen-Austausch zusammen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Die Vorbereitungen für die kulturelle Crossover-Veranstaltung freiflug, die am 9. Juni in dieser Art und Weise zum letzten Mal stattfinden wird, laufen auf Hochtouren. Die Künstler, Kooperationspartner und Beteiligten wollen sichergehen, dass die bunte Show viele begeistern und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Barbara Lackermeier als Programmleiterin gab zu Bedenken, dass es sich mit einem Budget von 40.000 Euro um ein „ambitioniertes Projekt“ handelt, das verbunden mit dem großen Aufwand nicht einfach zu stemmen sei. Der „freiflug-Gedanke“ von enger Kooperation und einem Netzwerk solle aber erhalten bleiben und in anderer Form fortgeführt werden.

Teilnehmer gesucht

Junge Kaufbeurer sind dazu eingeladen, sich unter professioneller Anleitung in den Workshops künstlerisch auszuleben, ihre persönliche Stimme einzubringen und beim freiflug 2018 zu zeigen, was gemeinsam erarbeitet wurde. Die kostenlosen Workshops finden am 14. und 15. April sowie vom 10. bis 13. Mai in verschiedensten Sparten wie Musik, Schauspiel, Dirtbiking oder Videomapping statt. Für den Workshop Metal-Performance werden noch interessierte Teilnehmer, mindestens ab zwölf Jahren gesucht, die Lust auf Schweißer-Action haben und mit Berufsschullehrer und Metallbauer Peter Rossmanith aus Altmetall und Schrott Instrumente bauen, musizieren und gemeinsam mit den „FleXpisToLs“ die Funken sprühen lassen wollen. Anmelden kann man sich bis zum 31. März auf www.freiflug-kaufbeuren.de. Auch für das geplante Angebot eines „dialogischen“ Rundgangs durch Neugablonz am 14. April um 16 Uhr mit den Workshop-Teilnehmern sind Interessierte – egal ob jung oder alt – dazu eingeladen, mitzulaufen und ihre Perspektive zu teilen.

Moderne Zeitreise durch Neugablonz

Um die Geschichte von Neugablonz in all seinen Facetten und die seiner Bewohner soll es in den audio-visuellen freiflug-Performances gehen. Die Zuschauer und Zuhörer tauchen zum Beispiel in das Neugablonz der 60er Jahre, wo der Rüdigerbrunnen aufgestellt wurde – „Cannabis und Rüdiger“ betitelt die zuständige Theaterregisseurin Dorothea Schroeder diesen Abschnitt, in dem eben dieses „Lebensgefühl“ transportiert werden soll und wo historische Ereignisse auf die Reaktion der Jugendlichen von heute treffen. Von dort aus geht es in die Siebziger mit der Eröffnung des Gablonzer Hauses, über die Achtziger, in denen nach Eröffnung des Melodroms „Melo-Freeflow“ angesagt ist, bis in die Neunziger, wo es politisch ernst wird und es beim Streit darüber, wem die Stadt gehört, so richtig kracht. Die heutige Zeit mit der sprachlichen und kulturellen Vielfalt soll laut Schröder dann als eine Art Utopie dargestellt werden, in der alle Lager vereint sind.

Wie das Ganze endgültig aussehen wird, soll sich aber flexibel in der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen entwickeln.

Am Ende der Veranstaltung, so fasst Lackermeier den Wunsch der Mitwirkenden zusammen, sollen die Besucher im Idealfall nach einem schönen Abend bedauern, dass es den freiflug so das letzte Mal gegeben hat.

von Mahi Kola

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