Ein Leuchtturm in der Kaufbeurer Kulturlandschaft

30 Jahre Kulturwerkstatt = 30 Jahre Thomas Garmatsch

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Thomas Garmatsch freut sich über den Strauß mit 30 bunten Rosen (von links): Thomas Garmatsch, Frida Dopfer, Madita Einfeldt, Nele Pühl und Jan-Luca Ansorge.
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Thomas Garmatschs persönlicher Favorit: Das Plakat zum „Tagebuch der Anne Frank“.
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Thomas Garmatsch (Mitte) mit Yannick Wagner (links) und Johann Glüder aus der Inklusions-WG „Tetrapack“.
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Die Plakatwürfel mit einem repräsentativen Querschnitt aus 30 Jahren hängen frei im Raum, hier das Motto der Jubiläums-Spielzeit: Geht nicht gibt’s nicht.
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Die Plakatwürfel mit einem repräsentativen Querschnitt aus 30 Jahren hängen frei im Raum.
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Klaus Dopfer, Hannah Rieger, Kilian Herbschlepp, Simone Dopfer und Aaron Burkhardt singen das Buronlied.
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Der Leiter des Stadtjugendrings, Holger Jankovsky, erinnerte gereimt an viele bemerkenswerte Stücke.
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Die Laudatio hielt Markus Fürst (links), der ehemalige Kunstlehrer am Gymnasium von Thomas Garmatsch.

Kaufbeuren – Die starkfarbigen und mit kühnem Strich hingeworfenen Plakate der Kulturwerkstatt (KW) fallen immer schon von Weitem ins Auge und wecken Neugier auf mehr. Sie alle stammen aus der Feder von Thomas Garmatsch, Gründer und Leiter der Kaufbeurer Kulturwerkstatt, die dieses Jahr ihr 30. Jubiläum feiern kann.

Anlässlich des Jubiläums wurde vergangenen Donnerstag in der Sparkassenpassage eine Ausstellung dieser Plakate eröffnet. Sie stellen eine veritable Zeitreise durch 30 Jahre Geschichte der Kulturwerkstatt mit über 330 Projekten und Inszenierungen dar.

Unter dem interessierten Publikum befanden sich viele aktuelle und ehemalige KW-Mitglieder, ebenso wie die Bewohner der Inklusions-WG. KW-Gründer Thomas Garmatsch hatte bei allen künstlerischen Ambitionen auch immer den sozialpädagogischen und erzieherischen Auftrag seines Theaters im Auge. Die WG „Tetrapack“ ist ein weiteres Projekt der Kulturwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring Kaufbeuren, dem die Kulturwerkstatt seit 1994 offiziell angehört.

Daher kam natürlich eines der Grußworte vom Leiter des Stadtjugendrings, Holger Jankovsky, der mit heiter gereimten Stichworten an viele bemerkenswerte Stücke erinnerte und für die großartige Integrationsarbeit dankte.

OB Stefan Bosse war direkt aus der Stadtratsitzung zum Gratulieren geeilt. Er kenne Garmatsch schon länger als 30 Jahre aus der Jugendgruppe, habe aber nie so „intensiv mit der Muse gekuschelt“ wie dieser. Außerdem zitierte der OB einmal mehr ein Kulturgutachten, in welchem die Kulturwerkstatt als „Leuchtturm in Kauf­beurens Kulturlandschaft bezeichnet wurde. Sparkassenhausherr Franz Endhardt hatte in seiner Begrüßung ebenfalls angeführt, dass „30 Jahre im Kulturleben einer Stadt eine ganz schön lange Zeit“ seien. Er bekräftigte, dass die Sparkasse auch weiterhin die pädagogisch wertvolle und durch nichts zu ersetzende Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützen wolle.

Die Laudatio hielt Markus Fürst, der ehemalige Kunstlehrer am Gymnasium von Garmatsch. Er bescheinigte seinem Schüler neben dem künstlerischen Talent unendliches Beharrungsvermögen, gute Vernetzung, Teamfähigkeit, die Gabe, andere zu begeistern (nicht nur seine Truppe, sondern unter anderem auch potentielle Sponsoren – schließlich braucht so ein Theater eine Menge Geld) und ein dickes Fell, um Rückschläge zu verkraften. Damit habe er immer wieder „Unmöglich scheinendes möglich gemacht“, der Auf- und Ausbau der Kulturwerkstatt sei etwas in Süddeutschland Einmaliges.

Seine Plakate entwirft Garmatsch schon lange nicht mehr mit Papier und Stift oder Wachsmalkreiden, sondern auf seinem Laptop. Und er führte auch gleich an der Großleinwand vor, wie so ein Plakat entsteht.

Die musikalische Umrahmung der Vernissage kam selbstverständlich ebenfalls aus den eigenen Reihen der Kulturwerkstatt: Zu Beginn erklang das Buronlied, gesungen von Simone und Klaus Dopfer, Hannah Rieger, Aaron Burkhardt und Kilian Herbschlepp. Letzterer gab später als Solist mit seiner Gitarre den tiefsinnigen Song „Wofür sind Tauben? – Sind die irgendwie nützlich?“ zum Besten. Frida Dopfer und Hannah Rieger trugen von Herbschlepp begleitet das Lied von den Nixen vor, die böse Träume wegfangen.

Schließlich überreichten vier der ganz jungen Mitspieler – Frida Dopfer, Madita Einfeldt, Nele Pühl und Jan-Luca Ansorge - einen Strauß mit 30 bunten Rosen. „DANKE, THOMAS!“

von Ingrid Zasche


Zur Ausstellung:

Ausstellung „Wundern“

Kulturwerkstatt Plakate aus 30 Jahren

von Thomas Garmatsch

17. Mai – 2. Juni 2018

Sparkassenpassage, Ludwigstraße 32, 87600 Kaufbeuren

Öffnungszeiten

Mo - Fr 09:00-18:00 Uhr, Sa 10:00-14:00 Uhr


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