1,8 Millionen Euro Kosten

Leuterschacher Kirche vom Gerüst befreit: Wiedereröffnung am Sonntag

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Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Leuterschach im Novembernebel. Klare Sicht hat man hingegen im Inneren. Die Renovierung ist beendet.

Leuterschach – Endlich: Vorbei sind die drei Jahre, in denen ein Gerüst in der Pfarrkirche von Leuterschach stand. Die Sanierung des Gotteshauses, wofür 1,8 Millionen Euro aufgewendet wurden, ist endlich abgeschlossen. Die Maßnahme gehört zu den großen Kirchenrenovierungen im Landkreis. Am Sonntag kommt Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger aus Augsburg zur Wiedereröffnung. Das Pontifikalamt beginnt um 9.30 Uhr.

Eine besondere Freude ist der Festtag am 1. Advent für Pater Joseph Biju, der seit Herbst 2017 Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft mit den Gemeinden Leuterschach, Wald, Thalhofen und Geisenried ist. Noch nie seit seinem Amtsantritt in Leuterschach hat er im Gotteshaus, das er vom Pfarrhof aus bestens im Blick hat, eine Messe feiern können, ohne dass die Kirche eingerüstet war.

Ende September war es so weit, dass in St. Johannes Baptist das Gerüst abgebaut werden konnte. Doch wegen weiterer Arbeiten sind die Messen und Andachten wie schon seit Osterdienstag bis Ende November in der Kirche St. Magnus gehalten worden. Es ist das zweite Gotteshaus in Leuterschach; im Gegensatz zur Pfarrkirche gehört es jedoch der Stadt.

Seit Ostern 2018 wurden die meisten Messen in St. Magnus gelesen. Nur im Winter fanden sich die Gläubigen trotz des Gerüstes in der Pfarrkirche ein, weil da eine Heizung eingebaut ist. Doch am 1. Advent endet nun die Zeit des Ausweichens nach St. Magnus, wo die Stadt selbst vor einigen Jahren für die Renovierung knapp zwei Millionen Euro aufwendete.

Von den 1,8 Millionen Euro für die Pfarrkirchen-Sanierung entfallen 235.000 Euro auf die Innenrenovierung, informiert Kirchenpfleger Christian Epple. Er hat das Amt heuer im Januar von Franz Brenner übernommen. Der war 30 Jahre Kirchenpfleger in Leuterschach und hat bei den Wahlen Ende 2018 nicht mehr kandidiert.

Risse beseitigen

An der Raumschale des Gotteshauses, das ebenso wie Bertoldshofens St. Michael zu den großen Kirchen in den Marktoberdorfer Stadtteilen gehört, sind die Risse gekittet worden. Auch ist der innere Bereich bis wenige Tage vor der Wiedereröffnung gründlich gereinigt worden.

Ursprünglich waren weitergehende Maßnahmen bei dem vom Marktoberdorfer Architekten Christian Eger betreuten Renovierungsprojekt vorgesehen. Darum gab es anfangs eine Kostenberechnung von 2,3 Millionen Euro. Doch wurde aus finanziellen Gründen abgespeckt, wie der frühere und der jetzige Kirchenpfleger schildern. An den Bänken und an den Kunstwerken erfolgt keine Restauration.

Hintergrund ist nach den Worten Brenners und Epples, dass die Kirchenstiftung in den letzten zehn Jahren vier große Bauprojekte zu stemmen hatte. Dies waren neben der aktuellen Baustelle das Benefiziatenhaus in Leuterschach, die Filialkirche St. Hilaria in Ronried (600.000 Euro) und die Renovierung des Pfarrhofs 2017 für immerhin 900.000 Euro.

Der Großteil entfällt auf die Außensanierung, wobei auch der 42 Meter hohe Kirchturm einbezogen war. Wesentliche Maßnahme war die Stabilisierung des Dachstuhles und das Eindecken mit neuen Platten. Über der Raumschale waren Balken an den Stellen morsch, wo sie am Gemäuer auflagen. Dies führte zu den Rissen, die beseitigt wurden. Als Sofortmaßnahme wurde die Kirche eingerüstet; Decke und Empore wurden abgestützt.

Den Hauptteil der Kosten übernimmt die Diözese Augsburg. Die Pfarrei trägt circa 15 Prozent. Die Stadt Marktoberdorf gewährt, wie Kämmerer Wolfgang Guggenmos schildert, einen Zuschuss von zehn Prozent. Neu ist die Elektrik mit Beleuchtung und Mikrofon und Liedanzeige, erwähnt Kirchenpfleger Epple.

jj

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