"Liberalitas bavariae"

So viel Einigkeit findet man sonst selten in der Politik: beim 20-jährigen Jubiläum der „Bayernpartei” am vergangenen Freitag wurden sämtliche führenden Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Von den momentan 86 Mitgliedern des Ortsverbandes Marktoberdorf war ein knappes Drittel im Gasthof „Buchenhain” erschienen, um seine Stimme abzugeben und das Bestehen der Partei zu begießen.

Vorsitzender bleibt somit Dr. Hermann Seiderer, der diesen Posten seit 20 Jahren ununterbrochen vertritt. Geehrt wurden außerdem die langjährigen Mitglieder Robert Gall und Eduard Wagner für ihre „Mithilfe und stetige Bereitschaft” im Rahmen der Parteiarbeit sowie einige andere Anwesende für ihre zehnjährige Mitgliedschaft. Vorsitzender Seiderer fasste in seiner Jubiläums-Rede die Ziele und Grundsätze der Partei noch einmal zusammen und hatte viel Erfreuliches, aber auch einige Kritik mit im Gepäck. Die Finanzlage sei, wie allgemein bekannt, prekär: da mache auch Marktoberdorf keine Ausnahme. Gefordert wurde dementsprechend ein „maßvollerer” Umgang mit den Geldern der Stadt. Zum Beispiel habe der stellvertretende Vorsitzende, Peter Fendt, bei der letzten Abstimmung im Stadtrat als einziger gegen eine Neuverschuldung im kommenden Jahr gestimmt. Aber auch Themen auf Bundesebene wurden angesprochen, wie zum Beispiel die Ausweitung der Ganztagsbetreuung für Kleinkinder, das absolute Rauchverbot oder der Afghanistaneinsatz. „Wir sehen unsere Aufgaben nicht nur im innerbayerischen Bereich, sondern verstehen uns darüber hinaus als bayerische Europäer in einem starken, föderalen Europa.”, so Seiderer. Man sehe Bayern als eigenständige Größe im internationalen Vergleich. Der Erfolg gibt ihm recht: die Bayernpartei ist drittstärkste Partei der Kreisstadt Marktoberdorf und konnte ihren Stimmanteil bei den Europawahlen 2009 in Bayern von 0,8 auf 1,3 Prozent (%) nahezu verdoppeln; die hiesige Vereinigung ist der stärkste Ortsverband der Partei in Bayern.

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