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Licht ins Dunkel gebracht in Marktoberdorf-Selbensberg: Kritik der Bewohner

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Alte Anwesen, moderne Beleuchtung: Ein Kontrast im nächtlichen Selbensberg.

Marktoberdorf-Selbensberg – Licht ins Dunkel gebracht wurde im großen Gremium des Marktoberdorfer Stadtrates in der Frage, wie das denn gelaufen ist mit dem Aufstellen der neuen Beleuchtungsmasten in der kleinen Ortschaft Selbensberg, die auf einer Anhöhe im östlichen Stadtgebiet liegt. Werner Moll aus Bertoldshofen (Stadtteile aktiv) hatte dazu nachgefragt.

„Ich wusste von nichts“, bedauerte Moll. Bei solchen Aktionen sei es angezeigt, die Stadträte aus den Ortsteilen zu informieren. Die Kritik der Bewohner gehe dahin, dass einerseits in der Ortschaft mit ihren prägenden Gehöften sogar eine Holzvertäfelung für den Wiederkehr am Haus festgesetzt werde, aber dann ein „Licht wie in einem Industriegebiet“ installiert werde.

Ralf Baur, der Leiter des Stadtbauamts, sagte dazu: „Im Nachhinein sind wir auch klüger“. In Zukunft werde er so eine Maßnahme zuvor im Bauausschuss behandeln. Freilich: „Ob’s dann weniger Protest gibt, bleibt dahingestellt“, kommentierte der Abteilungschef.

Alte Anwesen, moderne Beleuchtung: Ein Kontrast im nächtlichen Selbensberg.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell wollte bei dem Thema auch Licht ins Dunkel bringen; er erklärte, die sechs Meter hohen LED-Leuchten in Selbensberg seien „nach bestem Wissen“ ausgesucht worden. Mit ihnen ließe sich im Vergleich zu bisher Energie sparen; außerdem seien sie insektenfreundlich. Die gleichen Masten und Leuchten seien auch in Balteratsried und Rieder aufgestellt worden. Doch die Nachfrage Molls sei berechtigt: „Man hätt’s vorher sagen können.“

Zu deutlichem Vokabular griff zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig. Die Beschwerden zu den Lampen in Selbensberg seien massiv gewesen. Der polternde Auftritt eines Bewohners aus der Ortschaft im Marktoberdorfer Bauamt sei aber „nicht in Ordnung gewesen“.

Hannig fügte hinzu, er könne sich nicht erinnern, dass beim Carl-Orff-Ring, wo er selbst wohnt, zuvor die Anwohner gefragt worden seien. Man könne dazu nicht jeden fragen. Stadtrat Moll präzisierte, man solle nicht jede Meinung einholen, sondern vorher informieren.

jj

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