Innovative Idee

„Lockdown Lager“ gegen die Durststrecke mit Karikatur des Ministerpräsidenten

Brauereichef Bastian Mögele mit seinem limitierten „Lockdown Lager“.
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Brauereichef Bastian Mögele mit seinem limitierten „Lockdown Lager“. Rund 5000 Flaschen wurden davon abgefüllt.

Kaufbeuren/Pfronten – Es war wohl ein Geistesblitz, der Bastian Mögele ereilte. Der Chef der Falkenstein Brauerei geht in Corona-Zeiten mit einer genialen Idee durch die Decke. Seine limitierte Edition des „Lockdown Lager“ findet reißenden Absatz. Dass Ministerpräsident Markus Söder das Etikett in karikativer Form ziert, ist ein gelungener Schachzug.

Es ist der Zeigefinger, den der Landesvater aus einem Fernseher heraus in die Höhe streckt, um auf die harte Zeit des Lockdowns light hinzuweisen. Und was passt da besser als ein kühles frisch gezapftes Bier, genau das richtige Gebräu nach einem langen Lockdown-Tag.

Nur drei Tage dauerte es, bis Bastian Mögele und seine Mitstreiter alles fertig hatten. Grafiker Pascal Hübner entwarf die Karikatur und sein Braumeister Stephan Rottenburger überwachte die Abfüllung der rund 5.000 Flaschen in der Pfrontener Brauerei. Auch bei der Etikettierung hatte Mögele Unterstützung. Da der Verkauf über die Gaststätten derzeit nicht erfolgen kann, werden die Kisten bei vielen regionalen Anlaufstellen angeboten. „Der Frust in der Gastronomiebranche ist sehr groß“, so der Chef der Brauerei Falkenstein mit Sitz in Kaufbeuren.

Rund 80 Prozent seines Umsatzes macht Mögele eigentlich durch den Verkauf in Gaststätten. Weil momentan nur Essen zum Mitnehmen angeboten werden darf, fehlt der große Hauptabnehmer und Mögele musste einen neuen Weg einschlagen, um sein Bier anzubieten. Besonders in den sozialen Netzwerken überschlugen sich die positiven Kommentare: „Mega und grandiose Idee“ bis „Sauguat“, die Rückmeldungen waren mehr als vielversprechend. „Es löste eine wahre Kettenreaktion aus. Wir haben einen großen Fankreis, der uns auch in der Corona-Zeit die Treue hält“, ist Mögele begeistert. Per Lieferservice wird das Bier unter die Leute gebracht. Wenn es die Zeit erlaubt, packt auch Bastian Mögele selbst mit an. Sehr gerne würde er auch in die bayerische Landeshauptstadt fahren, um Ministerpräsident Söder persönlich einen Kasten „Lockdown Lager“ zu überbringen.

von Stefan Günter

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