Grünes Licht für Kaufbeurer Campus

Lösung bei Standortfrage in Sicht: Verhandlungen laufen

Die Studierenden der Finanzhochschule wohnen derzeit an mehreren Standorten im Stadtgebiet, wie hier in der Unterkunft in Neugablonz.
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Großes Potenzial sehen die Stadträte im geplanten Hochschul-Campus: Die Studierenden der Finanzhochschule wohnen derzeit an mehreren Standorten im Stadtgebiet, wie hier in der Unterkunft in Neugablonz.
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Kaufbeuren – Für den Neubau eines Campus für die Finanzhochschule in Kaufbeuren sprach sich der Kaufbeurer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung aus. Wo der Campus gebaut wird, ist aber noch offen. Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse mitteilte, steht der Freistaat momentan in Verhandlungen mit privaten Grundstückseigentümern, die für die Realisierung des großen Projekts ein rund 20.000 Quadratmeter großes Areal am Stadtrand anbieten (der Kreisbote berichtete).

Gegen den Bau des Campus stimmte lediglich Christoph Gänsheimer (Linke). In einem entsprechenden Antrag baten Bernhard Pohl (Freie Wähler) und Gerhard Bucher (CSU) den Stadtrat, grünes Licht für die Pläne des Freistaats zur Errichtung eines Campus für die Finanzhochschule zu geben und der Immobilien Bayern den Ankauf der Parkstadion-Flächen oder eines anderen geeigneten Areals im Stadtgebiet zu ermöglichen. Bis auf SPD und Linke stimmte die Mehrheit auch dafür, im Rahmen des zu erstellenden Sportentwicklungskonzepts den Bau eines neuen Sportstadions an einem geeigneten Standort im Kaufbeurer Norden zu prüfen. Pascal Lechler (SPD) als Sportbeauftragter des Stadtrats legte Wert darauf, auf Basis des Konzepts eine „fundierte Entscheidung zu treffen“ und „vorrangig andere Grundstücke als die des Parkstadions“ anzuvisieren. Laut Catrin Riedl (SPD) gehe es nicht darum, „die Hochschule abzulehnen“, sondern die „optimale Lösung für Kaufbeuren“ zu finden. Ein neues Stadion an anderer Stelle sei gar nicht in den finanziellen Möglichkeiten der Stadt, so Riedl. „Wir wollen nicht durch die Hintertür ins Parkstadion“, versicherte hierzu Bosse.

Ein Signal an den Freistaat

Pohl sah im Neubau des Campus großes Potenzial und einen Mehrwert für die Stadt. Er rief seine Stadtratskollegen entsprechend dazu auf, durch ein einstimmiges Votum für die Hochschule schnell ein klares Signal in Richtung des Bauherrn, Bayerns Finanzminister Alfred Füracker, zu senden. Derzeit studierten an der Hochschule insgesamt 900 junge Menschen – am neuen künftigen Standort in Kronach sei ein Campus für 600 Studierende geplant, in Kaufbeuren für 300 Studierende. Hier sah Pohl außerdem Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau.

Auch die Moserwiese als von vielen favorisierte Fläche für den Campus-Bau (wir berichteten) brachte Gänsheimer erneut zur Sprache. Er regte an, den Eigentümer zu enteignen, um den Weg für einen eventuellen Bau ebnen zu können. OB Bosse wandte ein, dass die Moserwiese, bedingt durch den jahrelangen Erbfolgestreit und die ungeklärten Eigentümerrechte nach wie vor gar keinen Eigentümer habe.

Gespräche mit Eigentümern

Angebote an anderer Stelle gibt es dafür von zwei verschiedenen Grundstückseigentümern, die der Stadt Flächen für den geplanten Hochschul-Campus in Aussicht stellen. Beide wären von der Größe her für das Bauprojekt geeignet. Für besonders vielversprechend hält der Oberbürgermeister ein Gelände am Stadtrand mit etwa 20. 000 Quadratmetern, das im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliches Areal ausgewiesen sei. Gespräche zwischen den beiden Eigentümern und Vertretern des Freistaats habe es dazu bereits gegeben. Jetzt gelte es, als nächsten Schritt den Wert des Areals zu ermitteln. Bosse hoffte, „dass die Parteien zusammenkommen“. Wie die Verhandlungen ausgehen, stehe allerdings frühestens im Herbst fest.

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