Ab 16. März im Kino

Kinotipp: "Die Schöne und das Biest"

+
Belle (Emma Watson) und das Biest (Dan Stevens).

„Märchen schreibt die Zeit...” lauteten 1991 die ersten Zeilen des wunderschönen Songs „Die Schöne und das Biest” aus dem gleichnamigen Zeichentrick-Klassiker von Walt Disney. Die Liebesgeschichte, die zurück auf das französische Volksmärchen „La Belle et la Bete“ geht, das 1740 in einer neuen Version von der Französin Gabrielle-Suzanne de Villeneuve erschien, zählt bis heute zu den erfolgreichsten und beliebtesten Filmen Disneys. Bill Condon belebt den Zauber der Geschichte in seinem Realfilm-Musical-Remake zum neuen Leben.

Inhalt

Es war einmal ein egozentrischer, junger Prinz (Dan Stevens), der einer Bettlerin (Hattie Morahan) Schutz vor einem Sturm verwehrte. Als Strafe für seine Unmenschlichkeit verwandelte die Zauberin, die sich unter der Kluft der Bettlerin verbarg, den Prinzen in ein Biest und belegte sein Schloss und dessen Dienstpersonal mit einem Fluch. Nur wenn der Prinz im festgelegtem Zeitraum lernt, andere zu lieben und sich im Gegenzug würdig erweist, von anderen geliebt zu werden, kann der Fluch gebrochen werden. Währenddessen lebt die kluge Belle (Emma Watson) mit ihrem erfindungsreichen Vater Maurice (Kevin Kline) in der Kleinstadt Villeneuve ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Dorfschönling Gaston (Luke Evans) macht Belle Avancen, die sie entschieden ablehnt. 

Als Maurice auf der Rückkehr von einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers (Dan Stevens) gerät, macht sich Belle auf die Suche nach ihm. Sie findet ihren Vater krank im Kerker des Biestes. In ihrer Verzweiflung bietet sie sich dem Biest im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an. 

Während ihrer Zeit im Schloss lernt Belle Kerzenleuchter Lumière (Ewan McGregor), die Kaminuhr von Unruh (Ian McKellen), die Teekanne Madame Pottine (Emma Thompson) mit ihrem Sohn Tassilo (Nathan Mack), Madame de Garderobe (Audra McDonald), den Staubwedel Plumette (Gugu Mbatha-Raw) und das Cembalo Maestro Cadenza (Stanley Tucci) kennen. Mit Hilfe ihrer neuen Freunde lernt Belle, hinter die abstoßende Fassade des Biestes zu blicken und dessen wahre Schönheit zu erkennen.

Rezension

Mit dem Realfilm-Musical-Remake beschert Bill Condon (Breaking Dawn 1+2, Mr. Holmes) allen Disney-Fans ein atemberaubendes Kinoerlebnis. In einzigartigen Kulissen, die aus Realaufnahmen und animierten Elementen bestehen, wird die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Frau und Biest neu erzählt.

Mit viel Liebe zum Detail durchlief das verzauberte Dienstpersonal eine Modernisierung. Lumiere, Herr von Unruh, Madame Potts, die kleine Tasse und ihr Leidensgenossen präsentieren sich in einem neuen und modernen, vollanimiertem Look.

Emma Watson (Harry Potter 1-8) spielt nicht nur Belle, sondern verkörpert mit viel Anmut die weibliche Hauptfigur. Emma Watson entpuppt sich nicht nur schauspielerisch als Idealbesetzung, sondern überrascht auch musikalisch, da sie ihre Songs in der Originalversion selbst singt.

Ebenso talentiert und mit großem Hang zur humoristischen Darstellung präsentiert sich auch Darsteller Luke Evans (Dracula Untold), der in bemerkenswerter Leichtigkeit und mit der notwendigen Prise Arroganz den Dorfschönling Gaston verkörpert. Auch seine Gesangparts sind mehr als gelungen.

Dan Stevens (TV-Serie: Downton Abbey), der den Großteil des Films unter der teilanimierten Maske des Biests verborgen ist, legt viel Wert auf animalische Ausbrüche, die ihn als Monster erkennen lassen. Seine Wandlung vollzieht sich allmählich und wird für den Zuschauer dadurch greifbar. Während man den Zeichentrickfilm damals nur als Zuschauer sah, erlebt man die Geschichte nun aus nächster Nähe mit. Das Publikum durchläuft das Verwandelte im Schloss mit Belles Augen und entwickelt erstmals Sympathie und Zuneigung für das Biest.

Getragen wird die wunderschöne und magische Verfilmung durch den einzigartigen Soundtrack, für den sich erneut Komponist Alan Menken verantwortlich zeigt. Eigens für den Film schrieb er neue Songs, die den Figuren noch mehr Tiefe und Charakter verleihen.

Obwohl der Film dem Zeichentrick-Klassiker nachempfunden ist und ihn fast detailgenau wiedergibt, finden sich auch völlig neue Szenen, die den Figuren eine Vergangenheit gewähren. Obwohl die Geschichte im Frankreich des 18. Jahrhunderts spielt, wirkten die Themen unverändert relevant und erfrischend modern. „Die Schöne und das Biest“ ist ein wunderschöner, magischer und zauberhafter Märchenfilm voller Emotionen, Humor und Musik. Binnen der ersten Minuten verliebt man sich in die farbenfrohen Kulissen, die einzigartigen Figuren und die Geschichte über Liebe, Mut und Akzeptanz. Ein Disney-Film, den man mit der ganzen Welt teilen und ihn nie wieder vergessen möchte.

von Sandy Kolbuch


Zum Film:

Originaltitel: Beauty and the Beast

Land: USA 2015/2016

FSK: 6

Regisseur: Bill Condon

Darsteller/Sprecher: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Ewan McGregor, Emma Thomson, Ian McKellen u.a.


Auch interessant

Meistgelesen

Schwerer Unfall auf B12
Schwerer Unfall auf B12
Kleintransporter von Zug erfasst
Kleintransporter von Zug erfasst
Einbrecher im Schlafzimmer
Einbrecher im Schlafzimmer
Aberwitzige Forderung
Aberwitzige Forderung

Kommentare