Neue Räume sind gemietet

"Jetzt gehts los!"

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Noch ist die Halle auf dem Momm-Gelände im Rohzustand, aber bald beginnen die Umbauarbeiten: Helmut Winkler, Vorsitzender des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu (li.), freut sich schon darauf, Exponate wie die Magirus-Drehleiter aus dem Jahr 1929 in den neuen Räumen zu präsentieren. Einen Vorgeschmack gab es am vergangenen Mittwoch schonmal für Vermieter Manfred Schoder (v. li.), Sponsor Ulf Jäkel, Michael Herkommer (stellvertretender Schriftführer Museumsverein) und Hubert Weikmann (Vorsitzender der Feuerwehr Kaufbeuren).

Kaufbeuren/Ostallgäu – Nach langem Hoffen kann das Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu nun in die Zukunft starten. Die neuen Räume sind gemietet, das Konzept für den Umbau auf 1.150 Quadratmetern in der Halle auf dem Kaufbeurer Momm-Gelände steht. Im März soll der Umbau beginnen.

Wann das Museum ganz fertig ist, ist laut dem Vorsitzenden Helmut Winkler aber noch nicht klar: „Da wollen wir noch keine Vorhersage wagen“. Wenn alles gut läuft, soll die Fahrzeugausstellung aber schon ab Mai für die Besucher bereit stehen. 

Ein kurzer Rückblick: Nachdem die bisherigen Räumlichkeiten an der Kaufbeu­rer Spittelmühl-Kreuzung nicht mehr ausreichend Platz für die vielen Feuerwehr-Exponate aus Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu boten und vor allem die historischen Fahrzeuge abseits der eigentlichen Museumsräume auf dem Momm-Gelände untergebracht werden mussten, war der Museumsverein händeringend auf der Suche nach Räumlichkeiten, in der alle Ausstellungsstücke Platz finden (wir berichteten). 

Eine Halle auf dem Momm-Gelände war das Wunschobjekt . Problem dabei: die Finanzierung des Umbaus und die monatliche Miete von rund 2.300 Euro. Doch die Bemühungen der vergangenen Monate haben Früchte getragen. Das Feuerwehrmuseum hat eine Zusage der Stadt Kaufbeuren auf Mietkostenzuschuss in Höhe von 1.800 Euro monatlich, sowie auf 200 Euro monatlich vom Landkreis bekommen. Durch aktive Werbung konnten zudem weitere Mitglieder und Sponsoren gewonnen werden. 

Nun kann es los gehen: Bei einem Ortstermin am vergangenen Mittwoch gaben Winkler und Hubert Weikmann, Vorstandsvorsitzender der Feuerwehr Kaufbeuren, den Fahrplan für die kommenden Monate bekannt. So soll das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Umbau bis Mitte März abgeschlossen sein, die detaillierte Investitionsplanung und die Zuschussanträge sollen bis Ende März stehen. Im April wird mit den Umbauarbeiten begonnen. 

Konkret geplant sind im Erdgeschoss die Schaffung eines angemessenen Empfangsbereichs sowie die Demontage des bestehenden Aufzuges, den man laut Weikmann leider nicht habe erhalten können. Dafür soll es an Stelle des Aufzugschachtes eine Wendeltreppe geben, die als zweiter Rettungsweg dient. Weiter stehen an Elektroinstallationen, Beleuchtung, Malerarbeiten und die Sanierung des Treppenaufgangs. Im Obergeschoss wird ebenfalls renoviert, wo zudem ein kleines Bistro für die Besucher und ein Archiv entstehen. Auch ein Schau­bunker ist geplant. Bis Ende Mai möchte der Verein den ersten Abschnitt der Ausstellung mit den historischen Fahrzeugen fertiggestellt haben. 

Außerdem will das Museum weiter um Mitglieder und Sponsoren werben. In den vergangenen Monaten war man dabei recht erfolgreich: 45 neue Mitglieder konnten akquiriert werden, darunter einige Institutionen wie Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Ostallgäu. „Die Unterstützung ist toll, dafür bedanken wir uns“, so Weikmann. Die entsprechenden Mitgliedsbeiträge seien eine wichtige Hilfe. Auch private Sponsoren sind weiterhin gesucht. Beim Ortstermin anwesend war unter anderem der Kaufbeurer Steuerberater Ulf Jäkel, der den Museumsverein mit einigen Tausend Euro unterstützt. Wer spenden möchte, findet weitere Infos unter www.feuerwehrmuseum-kaufbeuren.de/de/home/unser-gemeinsames-ziel. 

Parallel zu den Umbaumaßnahmen arbeitet der Verein am Ausstellungskonzept weiter, so Winkler. Unterstützt werde man dabei durch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen. Eine „Symbiose von Mensch und Technik“, das möchten wir unseren Besuchern künftig bieten“, kündigt Helmut Winkler an.

von Michaela Frisch

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