Baumarkt, Büros und Wohnungen als attraktives Angebot

Märzenpark in Kaufbeuren soll wachsen

So soll es aussehen: Auf der rot umrandeten Fläche zwischen Rofu Parkplatz und dem jetzigen Bestand könnte die Erweiterung des Märzenpark entstehen.
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So soll es aussehen: Auf der rot umrandeten Fläche zwischen Rofu Parkplatz und dem jetzigen Bestand könnte die Erweiterung des Märzenpark entstehen.
  • Wolfgang Becker
    VonWolfgang Becker
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Kaufbeuren – Mit einer Erweiterung des Märzenpark möchte der Kaufbeurer Investor Josef Scheibel ein zusätzliches Handelsangebot schaffen. Unter dem Motto „Einkaufen – Arbeiten – Wohnen – Parken“ soll die Lücke zwischen dem Parkplatz am Rofu Kinderland und dem schon bestehenden Handelsgebäude weitgehend geschlossen werden. Ein Parkhaus mit rund 200 Stellplätzen, ein Baumarkt sowie Etagen für Büros und Wohnen sollen nach den Plänen des Investors dort entstehen. „Ich möchte die Attraktivität der Innenstadt steigern“, so sein Wunsch. „Und mit diesem zusätzlichen Angebot kommen wir auch dem städtebaulichen Konzept der Stadt nach Verdichtung im Innenraum mit der Nähe zur Fußgängerzone entgegen.“

Geplant ist ein Parkhaus mit integriertem Baumarkt sowie aufgesetzten Etagen für Büros und Wohnungen. Auf rund 1.000 Quadratmetern soll ein kompakter Baufachmarkt entstehen, mit einem „kleinen, aber feinen Angebot“, wie Scheibel ausdrückte: „Das Angebot wird eine gewisse Breite haben, aber nicht in die Tiefe gehen, also von einem Artikel nicht zig verschiedene Anbieter haben.“ In den darüber aufgesetzten Etagen sind Büros für Dienstleister und Wohnungen vorgesehen. Auf der zur Zeit provisorisch befestigten Parkfläche entsteht im Anschluss an den Rofu-Parkplatz weiterer Parkraum. Zudem will der Bauherr die rund 100 erforderlichen Stellplätze für das in unmittelbarer Nähe liegende Baugebiet „Blasiusblick“ der Stadt zur Verfügung stellen. „Mit diesem Bauwerk schaffen wir das sinnvolle Schließen einer Baulücke und runden die bestehende Bebauung ab“, sagte Scheibel.

Das Gebäude passt in seiner Kubatur in die bestehende Baulücke und rundet das Gesamtbild ab.

Kritik und Zustimmung

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Scheibel, dass einige seiner Nachbarn in der Bergstraße sein Vorhaben kritisch sähen. Er habe diese jedoch bereits im Vorfeld eingebunden und ausführlich informiert. Befürchtungen, dass bestehender Baumbestand am Hang wegfallen könnte, erteilte der Investor eine Absage: „Das bleibt, wie es ist.“ Der Gestaltungsbeirat hat ebenfalls Kenntnis von diesem Vorhaben. Dieser habe laut Scheibel befunden, dass die drei Geschosse „ein Ensemble mit der bestehenden Bebauung bilden“, und die Geschossanordnung als „folgerichtig“ angesehen. Auch die Anregungen des Gestaltungsbeirates, der zu einer Zusammenarbeit mit erfahrenen Planungspartnern bezüglich Begrünung und Fassadengestaltung geraten hatte, werde er gerne aufgreifen, sagte Scheibel im Gespräch mit dem Kreisbote.

Untersuchungen

Mehrere Gutachten für das Projekt liegen bereits vor. Dazu gehören zwei Gutachten zum Verkehr, zum Lärm und Untersuchungen über die sogenannte „mikrobiologische Verkehrsflusssituation“ sowie geologische Analysen des Baugrunds. Die vorhandene Parkfläche wurde 2018 mit Billigung aller Anwohner genehmigt. Seitens der Stadtplanung wurde das Vorhaben bestätigt, das sich derzeit in einer Prüfung befindet. Dazu gehöre unter anderem auch die Anbindung an der Kemptener Straße. Zudem würden im Bauleitverfahren bezüglich Abstandsregelungen, Emissionen und Naturschutzbelange die geltenden Rechtslagen überprüft.

Energetisch autark

Neben einer Begrünung der Dachfläche soll auch eine Fotovoltaikanlage für die elektrische Versorgung des gesamten Gebäudes sorgen. Ein etwa 400 Kubikmeter fassendes Wasserbecken wird vom Quellwasser des Märzenpark gespeist und sorgt wie bereits jetzt schon für Wärme und Kühlung des Bauwerkes. Damit werde das gesamte Gebäude energetisch praktisch komplett autark.

Im Bauauschuss

Nach Scheibels Worten ist geplant, dass das Projekt nach den Sommerferien dem Bauausschuss vorgelegt wird. Möglicherweise könnte der Baubeginn 2024 erfolgen und die Erweiterung Ende 2025 fertig gestellt sein.

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