Mäßige Beteiligung

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KLAUS BAUER Marktoberdorf – Nach Verab-schiedung des Haushaltes 2010 durch den Stadtrat, informierte Bürgermeister Werner Himmer über die Finanzlage, über den Betrieb der wichtigsten Einrichtungen und die Vorhaben der Stadt. Gemessen am Rekordhaushalt 2009 sei die Haushaltslage für dieses Jahr noch befriedigend, obgleich er einschränkend darauf hinwies, dass in den nächsten Jahren ein spürbarer Rückgang der Steuereinnahmen zu erwaten sei. Die freiwilligen Leistungen der Stadt würden 2010 jedoch unverändert erbracht werden können, so Himmer. Natürlich sei die Kreisumlage mit neun Millionen Euro ein großer Brocken für die Stadt, aber das Geld sei gut angelegt, schließlich gingen die Sanierung der Realschule und die Ortsdurchfahrten von Leuterschach und Ronried zu Lasten des Kreises. Die Unterstützung der heimischen Wirtschaft habe bei den Investitionen der Stadt einen außerordentlich hohen Stellenwert meinte Himmer und begründete damit die Ausgaben für Baumaßnahmen in Höhe von 7,3 Millionen Euro. Mit Blick auf die künftig sinkenden Steuereinnahmen erarbeite der Stadtentwicklungsausschuss eine Prioritätenliste, die im Wesentlichen Streichergebnisse, Machbares und Wünschenswertes unterscheidet. Mit einer Neuverschuldung in Höhe von fünf Millionen Euro wachse der Schuldenstand bis Ende des Jahres von rund 42 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro. Diese sei jedoch, selbst bei vorsichtiger Bewertung, angesichts des Grundstücksvermögens in Höhe von 53 Mio Euro, noch hinnehmbar. Nach dem Rechenschaftsbericht kamen die Bürger zu Wort. So hatte die Erfassung der versiegelten Flächen für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt. Diese Maßnahme sei als Entschei-dungshilfe für den Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens erforderlich gewesen, rechtfer-tigte sich die Stadtführung. Auch die Wasseraufbereitungsanlage in Kirchtal weckte, mit Blick auf möglicherweise steigende Trinkwasserpreise, das kritische Interesse der Bürger. Auf Jahre hinaus sichere die geplante Ultrafiltration des Wassers der beiden Brunnen in Kirchtal die chlor- und trotzdem keimfreie Trinkwasserversorgung von Marktoberdorf. Besonders bei der Verkehrssituation, vornehmlich in der Bahnhofstraße, legten einige Fragesteller den Finger in die offene Wunde. Manche Radwege würden im Winter nicht geräumt, die Autofahrer hielten sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen, nicht vorhandene Radwege steigerten die Unfallgefahr auch für Fußgänger und schließlich bestünde ein Informationsdefizit bezüglich des Ausbaus der Bahnhofstraße. Im wahrsten Sinne des Wortes eine große Baustelle für den Bürgermeister und seinen Stadtplaner Peter Münsch. Die Planungen für die Discountermeile seien nahezu abgeschlossen. Im nördlichen Bereich bis zur Georg-Fischer-Straße sei ein Radweg ohne Grundstückszukäufe möglich meinte Münsch. Bei einer Fahrbahnbreite von 3,25 Meter solle ein Radweg auf Fahrbahnniveau und ein Gehweg zur Verfügung stehen. Im Süd-bereich liefen bezüglich von erforderlichen Grundstückskäufen noch Gespräche mit den Einkaufsmärkten. Hier könne man sich eine etwas schmälere Fahrbahn und einen Angebotsstreifen für Radfahrer vorstellen.

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