"Manche Nuss knacken"

Vergangene Woche fanden sich die Marktoberdorfer Stadtratsmitglieder zum letzten Mal in diesem Jahr zu ihrer Sitzung, der Weihnachtsstadtratssitzung, zusammen. Bürgermeister Werner Himmer begrüßte alle Mitglieder und nahm diese Sitzung zum Anlass, das Jahr 2009 Revue passieren zu lassen und einen Vorausblick für 2010 zu geben. Und das unter dem Motto „Es gibt so manch harte Nuss unter´m Jahr zu knacken.“

Zunächst stellte Himmer das Haushaltsvolumen und dessen Verwendung vor: „Es war dieses Jahr ein Rekordhaushalt mit rund 46 Mio. Euro. Was haben wir mit den Haushaltsmitteln gemacht?“Als erstes erwähnte Himmer stolz die Fertigstellung, der im Passivhausstandard gebauten Kinderkrippe „Sonnenschein“. „Das Bauwerk findet schon jetzt weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung.“ Unter anderem gehörte auch die gelungene Sanierung des Hallenbades zu einer der umfangreichsten Arbeiten. Für das vergangene Jahr können die Sanierung der Hauptschule, des Modeons und der St. Michaels-Kirche verzeichnet werden. Insgesamt wurde viel geschafft. Auch mit der Umgehung von Bertholdshofen und Marktoberdorf und der Inbetriebnahme des Fernwärmenetzes. „In Rekordzeit wurde durch die Fernwärmegenossenschaft eine Fernwärmeleitung gebaut.“ Somit werden nun das Rathaus, das Hallenbad, die Hauptschule und viele weitere Gebäude durch das Biomasse-Heizkraftwerk der Futtertrocknung Ruderatshofen geheizt. Bei allen Arbeiten in diesem Jahr, stand auch immer ein Kriterium im Mittelpunkt: Die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig zu stärken. „Was kommt als nächstes, was steht zur Diskussion oder welche Entscheidungen müssen im kommenden Jahr getroffen werden“, so Himmer. Zunächst wird das Urteil des Verwaltungsgerichtes in Sachen Mehrzweckhalle Geisenried erwartet. „Mit hoffentlich positiver Entscheidung für die Stadt.“ Anfang des Jahres wird bestimmt, ob die St-Martins-Schule saniert wird, oder eventuell ein Neubau ansteht. Über die Erweiterung der Adalbert-Stifter-Schule und dem Ausbau der Bahnhofstraße im nördlichen Teil muss diskutiert werden. Auf dem Plan steht auch die Entscheidung über die künftige Wasserversorgung von Hattenhofen. Für wichtig und nicht mehr aufschiebbar sieht Himmer die Trinkwasserversorgung für Marktoberdorf: „Einer langfristigen Lösung bedarf die gesicherte Wasserversorgung der Stadt insgesamt. Die Sanierung der Quelle Kirchtal mit Bau eines neuen Hochbehälters muss endlich angepackt werden.“ „Ich möchte dem Stadtrat für die konstruktive Zusammenarbeit danken. Ich bin mir bewusst, dass sie für diese Tätigkeit viel private Zeit aufwenden – zum Wohl der Allgemeinheit“. sagte Bürgermeister Himmer So sind sich alle Anwesenden bewusst, dass es im Jahr 2010 manch harte Nuss zu knacken gibt. „Doch ohne Nüsse über´s Jahr, wäre es doch fad – nicht wahr?“

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Mauerreste entdeckt
Mauerreste entdeckt
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Razzia gegen "Reichsbürger"
Razzia gegen "Reichsbürger"

Kommentare