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Wirtschaftskraft der Unternehmen stark – 25 Jahre Städtepartnerschaft

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Von: Felix Gattinger

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Obergünzburg: Dritte Bürgermeisterin Christine Räder dem Ersten Bürgermeister Lars Leveringhaus 2022
Eine 30-köpfige Abordnung war nach Visegrád in Ungarn gereist zur Feier des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft. Nach ihrer Rückkehr präsentierte die Dritte Bürgermeisterin Christine Räder dem Ersten Bürgermeister Lars Leveringhaus und den Markträten das mitgebrachte Jubiläumsgeschenk. © Krusche

Obergünzburg – In der jüngsten Marktratssitzung wurde das Jahresergebnis 2021 bekanntgegeben und zeigte eine Überraschung bei den Gewerbesteuereinnahmen. Eine Abordnung aus Obergünzburg feiert 25-jähriges Jubiläum Städtepartnerschaft mit Visegrád in Ungarn.

Unter der strengen Auflage der Markträtinnen und Markträte, die Ergebnisvorstellung kurz zu halten, berichtete Marktkämmerer Christoph Brenner über das Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2021. Die Jahresrechnung 2021 schloss mit einem Sollüberschuss von 1,135 Millionen Euro ab.

Die Jahresrechnung steigerte sich leicht im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt mit 16,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mit 16,4 Millionen Euro. Insgesamt seien die Haushaltsansätze so eingehalten worden, wie sie bei der Haushaltsverabschiedung einkalkuliert wurden. Positive Ausnahme zeigte sich bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Bei Einnahmen in 2020 von 1,865 Millionen Euro hatte man für 2021 vorsichtig mit 1,9 Millionen Euro geplant. Tatsächlich waren Einnahmen von 2,876 Millionen Euro zu verzeichnen. Brenner informierte weiter, im aktuellen Jahr 2022 sei man mit 2,5 Millionen Euro derzeit im Plan. Bei den Personalkosten war eine leichte Steigerung von 3,7 Prozent zu registrieren.

3,5 Millionen Euro für die Feuerwehr

Im Vermögenshaushalt wurden für den Brandschutz Anschaffungen in Höhe von insgesamt 650.000 Euro für die Feuerwehr getätigt. Schwerpunkt war hier Fahrgestell und Beladung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20. Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus ergänzte hierzu, dass der Markt Obergünzburg in den Jahren 2011 bis 2021 zusammengerechnet 3,5 Millionen Euro für die Feuerwehr ausgegeben hätte.

Für den Winterdienst und die Straßenreinigung waren im Jahr 2021 überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 150.000 Euro angefallen. Die Jahresrechnung 2021 schloss mit einem Sollüberschuss von 1,135 Millionen Euro ab, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wurde, die zum 31. Dezember 2021 auf 1,316 Millionen Euro stieg.

Es war ein Darlehen in Höhe von 730.000 Euro aufgenommen worden. Gleichzeitig waren Darlehen in Höhe von 312.000 Euro ordentlich getilgt worden. Bei einer Nettoneuverschuldung von 417.000 Euro erhöhte sich der Schuldenstand beim Markt Obergünzburg zum 31. Dezember 2021 auf 6,459 Millionen Euro.

Bürgermeister Leveringhaus freute sich über die wieder gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen, würden sie doch eine gesunde Wirtschaftskraft der örtlichen Unternehmen trotz Corona-Einschränkungen bestätigen. Der Marktrat billigte einstimmig die außerplanmäßigen Ausgaben.

25 Jahre Städtepartnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen dem Markt Obergünzburg und der Stadt Visegrád wurde 1995 begründet zur gegenseitigen Verständigung und freundschaftlicher Zusammenarbeit, unter dem Aspekt, dass dort 15 Prozent Ungarndeutsche leben. Visegrád liegt im Norden von Ungarn, nahe der tschechischen Grenze am Donauknie nur etwa 45 Kilometer von Budapest entfernt. In den vergangenen beiden Jahren waren die regelmäßigen persönlichen Besuche wegen Corona ausgesetzt worden. Jetzt wurde das 25-jährige Jubiläum in Visegrád nachgeholt und gefeiert.

Die Vorsitzende des Deutsch-Ungarischen Partnerschaftsvereins Obergünzburg-Visegrád, Manuela Schlaak, hatte die Reise nach Ungarn organisiert und war mit einer 30-köpfigen Abordnung aus Obergünzburg angereist. Ein besonderer Termin war diesmal die Teilnahme in Tracht an einem „Oktoberfest“. Die mitgereiste Dritte Bürgermeisterin Christine Räder überbrachte nach Rückkehr die schönsten Grüße aus der Donaustadt und präsentierte in der jüngsten Marktratssitzung das Jubiläumsgeschenk aus Visegrád, eine gebrannte Keramikplatte mit dem Stadtwappen, der Zitadelle.
Von Wolfgang Krusche

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