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„Unerwarteter Sieg“

Berufswettbewerb der deutschen Landjugend: Christian Ledermann zum Bezirksentscheid

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Christian Ledermann aus Unterthingau, der Gewinner beim Kreisentscheid im Berufswettbewerb, zusammen mit BBV-Geschäftsführer Thomas Kölbl.

Marktoberdorf/Unterthingau/Bidingen – „Manche Fragen waren schon sehr kniffelig“, bekannte Christian Ledermann aus Unterthingau; er hat beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend Platz eins erreicht, als der Kreisentscheid in der Berufsschule Marktoberdorf ausgetragen wurde. Für ihn sei das ein „unerwarteter Sieg“, bekannte der 20-Jährige.

Christian Ledermann wird zusammen mit dem zweitplatzierten Kilian Hartmann aus Bidingen im März zum Bezirks­entscheid fahren. Der wird für den Bereich Schwaben und für Oberbayern im Agrarbildungszentrum in Landsberg ausgerichtet.

44 Burschen und Mädchen aus der elften und zwölften Klasse, die aus dem Ostallgäu und dem angrenzenden Oberbayern kommen, haben an dem Kreisentscheid teilgenommen. Darunter waren auch fünf junge Frauen. Die Auszubildenden des Berufs Landwirt haben sich in verschiedenen Disziplinen gemessen. Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend steht 2019 unter dem Motto „Grüne Berufe landgemacht – Qualität/Vertrauen/Zukunft“.

Die zweite Lehre

Christian Ledermann aus Unterthingau macht bereits die zweite Ausbildung. Die erste Lehre absolvierte er von 2014 bis 2017 bei der BayWa in Markt­oberdorf. Er ist Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik.

Dann begann er die zweite Lehre; er möchte Bauer werden. Nach dem Berufsgrundschuljahr absolviert er noch bis 31. Juli eine Fremdlehre auf dem Hof von Jürgen und Barbara Ringel in Aitrang. Normal geht es über zwei Jahre; doch Christian Ledermann braucht nur ein Jahr Fremdlehre zu machen, weil er schon zuvor eine Ausbildung erfolgreich durchlaufen hatte.

Ab Herbst 2019 möchte der 20-Jährige die Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren besuchen. Sein Ziel ist, den Meister zu machen und den elterlichen Grünlandbetrieb mit Milchviehhaltung zu übernehmen. Interessant fand Christian Ledermann bei der Prüfung die Futtermittel- und Saatgutbestimmung.

„Sehr motiviert“

Der Berufswettbewerb ist ebenso wie ein weiterer fachlicher Vergleich die Voraussetzung dafür, dass die Lehrlinge zur Gehilfenprüfung zugelassen werden. Die jungen Leute hätten den Wettbewerb ernst genommen und seien „sehr motiviert“ gewesen, schildert Thomas Kölbl, Geschäftsführer beim Bayerischen Bauernverband.

Die Aufgaben, die zu lösen sind, kommen vom deutschen Bauernverband. Fachtheoretische Inhalte, etwa zu Düngemitteln und zum Stickstoffgehalt, wurden ebenso wie Allgemeinwissen – zum Beispiel zu Milchprodukten – abgefragt. Bestandteil des Kreisentscheides war auch eine Präsentation, bei der die Jugendlichen ihren eigenen Lehrbetrieb vorgestellt haben. Eine Besonderheit ist laut BBV-Geschäftsführer Kölbl auch, dass ehemalige Gewinner des Kreisentscheides in die Jury zu diesem Wettbewerb aufgenommen werden.

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