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Ennenhofer Straße wird zur Tempo-30-Zone

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Von: Angelika Hirschberg

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Luftbild Ennenhofer Straße Marktoberdorf
In diesem Abschnitt im Marktoberdorfer Norden wird die Ennenhofer Straße zur Tempo-30-Zone. © Stadt Marktoberdorf

Marktoberdorf – Gerne werde die Ennenhofer Straße als Abkürzung genutzt, gerne werde dort auch zu schnell gefahren, erklärte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell gegenüber den Mitgliedern des Bauausschusses. Das habe sich die Stadt nun lange genug angeschaut, schloss er an. Was heißen soll: Jetzt ist Schluss mit lustig.

Um die Verkehrssituation zu beruhigen, wird die Ennenhofer Straße im Abschnitt zwischen der Ruderatshofener Straße und der Schwabenstraße künftig eine Tempo-30-Zone. Das beschloss der Bau-, Verkehr- und Werkausschuss einstimmig. Die Umsetzung und Beschilderung soll vermutlich noch in diesem Jahr, spätestens Anfang des kommenden erfolgen.

Auch der Verkehrsbeauftragte Stefan Elmer (SPD) bemängelte, dass dort Durchgangsverkehr herrsche, obwohl die Ennenhofer Straße durchaus keine Durchgangsstraße sei. Elmer befürwortete das Ansinnen der Stadt, die Verhältnisse für Anwohner, Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen. Gleichzeitig sah er diesen Schritt als wichtige Etappe an, Markt­oberdorf auf dem Weg zur Tempo-30-Stadt insgesamt modern, klimafreundlich und radfahrtauglich aufzustellen. Andreas Grieser (CSU) nahm das für einen (nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlag zum Anlass, ab sofort nur noch die wenigen, übrig gebliebenen Tempo-50-Straßen auszuschildern.

Die aktuelle Verkehrsbeschränkung ist aus Sicht der Stadt notwendig, da die Ennenhofer Straße in diesem Abschnitt Teil eines Wohngebiets ist, für das die Tempo-30-Zonen-Regelung ohnehin gelte. So soll die Straße für den Durchgangsverkehr unattraktiver werden. Auch die Anwohner, so Hell, begrüßten die Änderung. Aufgrund der Zone-Beschilderung ändern sich im übrigen auch die Vorfahrtsregelungen: Dann gilt „Rechts-vor-Links“ an jeder Kreuzung, was aufgrund des Abbremsvorgangs insgesamt zu einer Geschwindigkeitsreduzierung führen wird. Über acht Wochen lang wird per Verkehrszeichen auch auf die geänderte Vorfahrtsregelung hingewiesen. Georg Martin (Grüne) empfahl mit Nachdruck, den „Blitzer“ so bald als möglich in die Ennenhofer Straße zu schicken.

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