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Großer Zulauf in Marktoberdorf – Bürgermeister eröffnet Weihnachtsmarkt mit Amtskollegen aus Forza d‘Agro

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Von: Michael Dürr

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Eröffnung Weihnachtsmarkt Marktoberdorf 2022
Gemeinsam mit dem Bürgermeister der befreundeten italienischen Stadt Forza d‘Agro, Bruno Miliado, begrüßte Dr. Wolfgang Hell die Besucher des 47. Weihnachtsmarkts. © Michael Dürr

Marktoberdorf – Es ist bereits die 47. Auflage des Markt­oberdorfer Weihnachtsmarktes, und es ist in mehrerlei Hinsicht eine ganz besondere. Schon am Eröffnungsnachmittag und -abend drängten sich hunderte Besucher auf dem Areal auf und rund um den Marktplatz; sie alle genossen die stimmungsvolle Atmosphäre, die von den festlichen Klängen der Bläsergruppe des Geisenrieder Musikvereins und den weihnachtlich geschmückten Marktbuden mit ihren verführerischen Düften ausging (Fotostrecke am Ende des Berichts).

Besonders ist der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr allein deshalb, weil er der erste nach der zweijährigen Pandemie-Zwangspause ist. „Der Weihnachtsmarkt gehört zu Marktoberdorf wie der Senf auf die Bratwurstsemmel“, ordnete Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bei der offiziellen Eröffnung am Freitagabend kurz nach 18 Uhr den Stellenwert des Ereignisses im Jahreskalender der Stadt ein.

Besonders ist der Markt aber auch, weil diesmal ganz besondere Gäste mit von der Partie sind: Eine 35-köpfige Gruppe aus dem italienischen Forza d`Agro ist zu Gast in die Kreisstadt gekommen, um ein Zeichen der Freundschaft zu setzen. Zu Zeiten des Wirtschaftswunders hatte die halbe Einwohnerschaft des kleinen sizilianischen Städtchens in Markt­oberdorf und Kauf­beuren Arbeit und Heimat gefunden. Die meisten kehrten später wieder zurück, manche blieben aber für immer. Die Bande rissen jedenfalls nie ab, inzwischen sieht man sich sogar auf dem Weg zu einer Städtepartnerschaft. Ganz im Sinne dieser Freundschaft eröffnete Hell den Markt denn auch zusammen mit seinem italienischen Amtskollegen Bruno Miliado, dessen Gattin übrigens eine gebürtige Marktoberdorferin ist. Miliado und Hell: „Frohe Weihnachten allen Marktoberdorfern und Forzesen!“

39 Stände sind es heuer, die auf dem Weihnachtsmarkt aufgebaut sind. Neben dampfendem Glühwein, leckeren Naschereien und herzhaften kulinarischen Genüssen gibt es dort verschiedenste Weihnachtsdekorationen, Schmuck, Kunstvolles aus Filz, Holzschnitzereien, Keramik und vieles mehr zu erkunden und zu kaufen. Wer noch ein originelles Geschenk fürs Fest braucht, ist in diesen Tagen im Herzen Markt­oberdorfs genau richtig.

Holzdrechsler Georg Hörmann aus Dietmannsried etwa gibt an seinem Stand Einblicke in die Kunst des Drechselns. Derweil schnitzt ein Eiskünstler am Stadtbrunnen aus einem Eisblock eine Weihnachtsfigur. Kinderherzen schlagen höher, wenn der Nikolaus gemeinsam mit Knecht Ruprecht und seinen Engeln auftaucht. Er hat für die Jüngsten natürlich kleine Überraschungen im Gepäck, während vorlaute Ältere nur einen Klaps von Knecht Ruprecht abbekommen.

„So gut wie hier schmeckt die Bratwurst nirgends“, freut sich Alfred (74), der eigens aus Kaufbeuren in die Kreisstadt gekommen ist. Seine Frau Margret (71) schwärmt dagegen eher für den Glühwein, „der bei den kalten Temperaturen so schön von innen wärmt“.

Das bunte Rahmenprogramm soll die Besucher perfekt auf Weihnachten einstimmen. Musikalisch gestaltet wird der Weihnachtsmarkt durch tägliche Auftritte auf der Bühne der örtlichen Blaskapellen, den Alphornbläsern aus Leuterschach und der Kindergartenkinder, die mit Feuereifer nicht nur basteln, sondern auch singen. Adventliche Weisen geben außerdem verschiedene Gesangsgruppen zum Besten.

Der Marktoberdorfer Weihnachtsmarkt hat noch bis kommenden Sonntag, 11. Dezember, geöffnet; werktags von 15 bis 20 Uhr sowie am Wochenende von 14 bis 20 Uhr.

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