Finanzausschuss bewilligt 15000 Euro für Filmburg

Stadt will Kino helfen

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Das 1956 eröffnete Kino ist eine architektonische Glanzleis-tung. Es wurde renoviert, 2001 wieder in Betrieb genommmen und steht seit 2008 unter Denkmalschutz.

Marktoberdorf – Im digitalen Zeitalter war das Ende des 35 mm-Films absehbar. „Nun ist der Zeitpunkt, an dem keine analogen Kopien mehr hergestellt werden, doch schneller gekommen als erwartet“, so Bürgermeister Werner Himmer in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses.

Im Blick hatte er dabei die Filmburg, die, wie berichtet, nun technisch für rund 70.000 Euro aufrüsten muss. Jetzt will sich auch die Stadt finanziell beteiligen, um das Kino zu erhalten.Erst nachträglich, als beson-ders eilbedürftig wurde der An-trag von Kinobetreiberin Monika Schubert auf die Tagesordnung gesetzt. Allerdings, so erläuterte Himmer den Sachstand, gebe es auch einen Lichtblick, denn für die Umstellung gebe es öffentliche Fördergelder, die den Aufwand auf eine Finanzlücke in Höhe von 15.000 bis 20.000 Euro begrenzen würde. Dass der Förderantrag schon am 6. Dezember vorliegen müsse, sei leider erst seit kurzem bekannt, so dass nun unter hohem Zeitdruck Sponsoren für die Deckungslücke gesucht werden müssten (wir berichteten). Himmer könne sich vorstellen, dass die Stadt sich mit einem Betrag in Höhe von 15.000 Euro aus dem Emmi Fendt-Vermögen beteiligt. Große Widerstände aus dem Kreise der Ausschussmitglieder brauchte er nicht zu überwin-den, einzig einige Verfahrensfragen bestimmten die Diskussion, die mit einem einstimmigen Empfehlungsbeschluss endete. Man sei immer sehr sparsam mit dem Erbe umgegangen, das im Kern auch nicht angetastet werden müsse, denn die bewilligten 15.000 Euro könnten aus Zinserträgen bezahlt werden, so Bürgermeister Himmer.
Klaus Bauer

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