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Junge Nachwuchsbauern überzeugen durchweg bei der Aufzucht von Kälbern

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Von: Klaus-Dieter Körber

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Marktoberdorf: Gruppenbild
Von den 26 Teilnehmern beim Kälberaufzuchtwettbewerb erreichten zehn Teilnehmer 92 Punkte und mehr. Sie wurden zusätzlich prämiert. Bei der Preisverleihung zugegen waren Organisator Manuel Spaun (AELF Kaufbeuren, 2.v.r.) und Johann Filser (MR Ostallgäu GmbH, rechts). © AELF Kaufbeuren

Marktoberdorf – Obwohl der Vergleich mit einem Schönheitswettbewerb nicht ganz zutreffend erscheint, gibt es trotzdem bei der Präsentation der Kälbchen im Rahmen des Kälberaufzuchtwettbewerbs gewisse Paralellen.

Die 26 angehenden Landwirtinnen und Landwirte im Bereich der Berufsschule Marktoberdorf, sowie eine teilnehmende Studentin der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf, die im Rahmen der dualen Ausbildung am diesjährigen Wettbewerb teilnahm, hatten auf jeden Fall eine Menge Zeit mit Putzen, Striegeln und Aufhübschen im heimischen Stall verbracht, um „ihre Kandidatinnen“ bis zu den Klauenspitzen im besten Licht präsentieren zu können.

Darüber hinaus ging es um entsprechendes Fachwissen der Auszubildenden, was die Kälberaufzucht betrifft. Ausschlaggebend war dann am Ende das erzielte Gesamtergebnis, das sich aus Theorie- und Praxispunkten errechnete. Maximal konnten 100 Punkte erreicht werden.

Wie Manuel Spaun vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren (AELF) von der Abteilung Bildung und Beratung dem Kreisbote erklärte, müssen landwirtschaftliche Lehrlinge im Rahmen ihrer Ausbildung an verschiedenen Wettbewerben, wie beispielsweise an einem Berufs- und einem Forstwettbewerb und im Ostallgäu an einem Kälberaufzuchtwettbewerb teilnehmen.

Alle Schritte der Praxis berücksichtigen

Das Ziel sei es, dass sich die jungen Menschen intensiv mit der Thematik „Wie ziehe ich ein Zuchtkalb erfolgreich auf?“ auseinandersetzten. Manuel Spaun organisierte und betreute den Wettbewerb dank seiner reichen Erfahrung souverän, obwohl solch ein Schaulaufen naturgemäß eine nicht ganz leicht zu beurteilende Aufgabe darstellt. Galt es doch neben dem Eindruck und der Entwicklung eines Kalbes auch die Vorführung im Ausbildungsbetrieb, im elterlichen Hof, sowie die entsprechenden Daten und Aufzeichnungen zu bewerten.

Dabei begleiten die Auszubildenden ein Kalb von der Geburt bis zum Abtränken. Festgehalten werden in dieser Zeit die Besamung, Aufzeichnungen zur Abstammung, der Geburtsverlauf, die Erstversorgung von Kuh und Kalb, die Erstellung eines Tränkeplanes, sowie genaue Angaben hinsichtlich Futteraufnahme und Ergebnisse der regelmäßig stattfindenden wöchentlichen Gewichtskontrollen.

Bei der Vorführung im Zuchtbetrieb mussten die Auszubildenden „ihr Kalb“ der Jury dann möglichst gut präsentieren, dabei war es wichtig, neben dem Erscheinungsbild des Kalbes auch das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier zu zeigen.

Nicht einfach für die Jury

Da sich die Auszubildenden und deren Kälber von „ihrer besten Seite“ zeigten, fiel der Jury eine Entscheidung sehr schwer. So erreichten von der Berufsschule Markt­oberdorf zehn Lehrlinge in diesem Jahr 92 und mehr Punkte, bei einer maximalen Punktezahl von 100. Sie erhielten neben einem vom Maschinenring Ostallgäu gesponserten T-Shirt noch zusätzliche weitere Preise.

Die drei Erstplatzierten waren Christiane Schindele aus Unterthingau (100 Punkte), Laura Hackenberg aus Lengenwang (98,5 Punkte) und Philipp Sporer aus Denklingen (97,5 Punkte). Sie bekamen für ihre hervorragenden Leistungen, dem Thema entsprechend, hübsche Kälberschellen.

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