Anschaffung mobiler Luftfilter beschlossen

Ohne Alternative

Luftfilter
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der Stadtrat Marktoberdorf hat jetzt auch die Anschaffung von Luftfilteranlagen beschlossen.
  • Angelika Hirschberg
    VonAngelika Hirschberg
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Marktoberdorf – Der Stadtrat Marktoberdorf beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Anschaffung mobiler Luftreinigungsanlagen für Schulen und Kindertagesstätten mit einer Investitionssumme insgesamt von rund 835.000 Euro. Über die Notwendigkeit der Beschaffung war sich der Stadtrat zwar größtenteils einig, der Ärger war dennoch groß.

Kurzfristig hatte die Verwaltung den Punkt in die Tagesordnung aufgenommen, denn die Zeit drängte. Bis zum Schuljahresbeginn am 14. September sollen nämlich alle Klassen- und Fachräume der bayerischen Schulen mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet sein. So lautet ein Beschluss des Bayerischen Ministerrats von Ende Juni. Diese mobilen Luftfilter sollen das bisher praktizierte Quer- und Stoßlüften zum Schutz vor einer Ansteckung mit Covid19 ergänzen. Für Marktoberdorf als städtischer Träger von drei Grundschulen, 16 Kindertagesstätten und beteiligt am Grundschulverband Leuterschach-Wald und am Mittelschulverband bedeutet das, dass voraussichtlich 167 neue Geräte zu beschaffen sind. Bauamtsleiter Ralf Baur rechnet mit Kosten in Höhe von rund 835.000 Euro. Der Freistaat unterstützt die kommunalen Träger mit einer Förderung von maximal 1750 Euro pro Raum, und damit rund 290.000 Euro. Zusätzlich seien allerdings Strom- und Wartungskosten in Höhe von rund 180.000 Euro im Jahr zu erwarten. Bauamtsleiter Baur schränkte außerdem ein, dass es sich hierbei nur um Anhaltswerte handele. Die Preisspanne für Installation, Beschaffung und Wartung hätte sich jüngst stark gedehnt.

Ein saurer Apfel also, in den die Stadträte ad hoc zu beißen hatten. Und so entlud sich ihr Ärger an der Kurzfristigkeit des Ministerbeschlusses, an der einseitigen Kostenverteilung und den immer noch unklaren Vergaberegeln. Einig waren sich die Räte jedoch darin, nicht umhin zu können, die Schulen entsprechend auszustatten. „Wir haben keine Alternative“ sagte Bildungsreferent Thorsten Krebs (CSU). „Wir kommen nicht aus“, äußerte sich auch Walter Breiner (FW). Und SPD-Rat Stefan Elmer sagte achselzuckend: „Legen wir los und hoffen, dass sich die entsprechende Wirkung entfaltet.“ Doch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell mahnte zur Vorsicht vor überzogenen Erwartungen: „Es ist nicht gesagt, dass Schulen mit entsprechenden Luftreinigungsgeräten von einem erneuten Lockdown ausgenommen sind.“

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