Antrag nicht genehmigt

Nicht genehmigungsfähig

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Das ehemalige Marktoberdorfer Krankenhaus wird keine Flüchtlingsunterkunft

Marktoberdorf – Mit einem klaren Votum hat sich der Marktoberdorfer Stadtrat gegen die Nutzung des ehemaligen Krankenhauses als Asylbewerberheim ausgesprochen.

Anfang Juni ging bei der Stadt der Antrag eines Investors ein, der das Klinikgebäude als Flüchtlingsunterkunft umnutzen wollte. Nach Ansicht der Stadt sei das Vorhaben jedoch nicht genehmigungsfähig. 

Der Leiter des städtischen Bauamts, Ralf Baur, erklärte, dass laut Bebauungsplan das Areal als Sondergebiet für das ehemalige Kreiskrankenhaus Marktoberdorf ausgewiesen ist. Hinzu kommt, dass der Stadtrat in selbiger Sitzung einen Aufstellungsbeschluss erlassen hat, in dem die Änderung des Sondergebiets zum allgemeinen Wohngebiet auf den Weg gebracht wurde und der zur Sicherung der Planung mit einer Veränderungssperre versehen wurde (siehe Bericht auf Seite 5). Damit war der Antrag zur Umnutzung als Flüchtlingsheim faktisch vom Tisch. 

Dennoch entbrannte im Stadtrat ein kurzer, ideologisch geführter Wortwechsel. Christian Vavra (Grüne) schlug vor, das Krankenhaus übergangsweise und unter städtischer Leitung als Asylbewerberheim zu nutzen. „Das hätte seinen Charme“, sagte Vavra. 

Dem widersprach Bauamtsleiter Baur aus planungsrechtlicher Sicht und Eduard Gapp (CSU) gab zu bedenken, dass eine Unterbringung von 400 bis 500 Flüchtlingen an einem Ort abzulehnen sei. Als Gapp daraufhin von Vavra der „Brandstiftung“ bezichtigt wurde, war die Empörung im Saal groß. Auch Bürgermeister Wolfgang Hell mahnte die Räte in ihrer Wortwahl zur Umsicht.

von Angelika Hirschberg

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