Bürger beziehen Stellung

Marktoberdorf: Aktion „Rettet den Ette“ sammelt 3.699 Unterschriften für Badestelle 

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Ganze 3699 Unterschriften kamen bei der Aktion „Rettet den Ette“ zusammen. Josef Fendt, Erster Vorsitzender der ISM (links), überreicht die gesammelten Listen gemeinsam mit Manfred Brandt, Erster Vorsitzender Aktionskreis Marktoberdorf (rechts), an Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Marktoberdorf – Um den Ette als Badestelle zu erhalten und einen Aufstau des Weihers zu fordern, starteten die Werbegemeinschaft Aktionskreis der Marktoberdorfer Händler und die Initiative der Stadtentwicklung (ISM)  eine Unterschriftensammlung (der Kreisbote berichtete).

Sie wurden dabei vertreten durch Manfred Brandt, Erster Vorsitzender Aktionskreis Marktoberdorf, und für die ISM durch den Ersten Vorsitzenden Josef Fendt.

Am vergangenen Montag überreichten sie das Ergebnis der Aktion „Rettet den Ette“ an Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Ganze 3.699 Unterschriften kamen dabei seit Anfang Juni zusammen.

Nachdem die Marktoberdorfer Bevölkerung Ende Mai erfuhr, dass heuer aufgrund der regenarmen Monate März und April der Aufstau des Ettwieser Weihers durch fehlende Wassermengen, beziehungsweise eine behördlich vorgeschriebene Abwassermenge gefährdet sei, regte sich Unmut. Das wenige Wasser, das zur Verfügung stand, sollte den Muscheln im Ettwieser-Bach zugespeist werden und das Baden unmöglich machen. 

Die Bürgermeinung

„Also fragten wir die Bevölkerung und baten um ihre Meinung durch eine Unterschriftenaktion. Dadurch möchten wir der Naturschutzbehörde und der Stadt Marktoberdorf als Eigentümer des Badeweihers nahelegen, wie sehr den Markt­oberdorfern und vielen Menschen des Umlandes dieser Badesee am Herzen liegt“, sagte Fendt bei der Übergabe. Wasser im See solle jedoch nicht automatisch ein Austrocknen des Baches bedeuten. So bat Fendt um gegenseitigen Respekt. „Bitte liebe Stadt und Naturschutzbehörden, denken Sie daran: Weder die Tierwelt im und am See noch im Bachablauf soll Schaden nehmen oder sogar aussterben.“ Eine zufriedenstellende Lösung für alle Parteien gelte es zu finden.

Auf einem guten Weg

„Ich freue mich, dass unsere Bürgerinnen und Bürger so eindeutig Stellung zum Erhalt des Badegewässers beziehen“, sagte Erster Bürgermeister Hell zu den Unterschriften. Er sei für die Unterstützung seiner Bemühungen zum Erhalt des Badeweihers dankbar. „Gemeinsam mit den Naturschutzbehörden und dem Wasserwirtschaftsamt sind wir nun auf einem guten Weg. Ich bin überzeugt, dass im Rahmen des bevorstehenden ‚Runden Tisches‘ mit Vertretern der Naturschutzbehörden, des Wasserwirtschaftsamtes und der Fischereifachberatung für die Zukunft geeignete Lösungen erarbeitet werden.“

Süße Bachmuscheln

Als kleines Dankeschön brachte das Gemeindeoberhaupt Bachmuscheln als Gebäck von der Konditorei Greinwald mit. Diese kreierte anlässlich der Diskussion, die die Marktoberdorfer sehr beschäftigte, eine Bachmuschel mit Nougat und Marzipan. „Vielleicht ein neues Maskottchen für Marktoberdorf?“, würdigte Hell die Idee der Konditorei. Der ISM-Vorsitzende Fendt war erfreut über die Unterstützung und das süße Präsent des Bürgermeisters. „Er hat die Unterschriften gerne angenommen und das Versprechen gegeben, sich mit den zuständigen Ämtern um eine Lösung zu bemühen, die allen gerecht wird“, blickt der Initiator der Aktion „Rettet den Ette“ positiv in die Zukunft.

kb/sh

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