„Verdient keine Stellungnahme“

Satzungsänderung für Bauvorhaben in der Eberle-Kögl-Straße beschlossen

Altes Bauernhaus Marktoberdorf
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Um aus dem ehemaligen Bauernhof ein modernes, dreigeschossiges Wohngebäude zu machen, bedurfte es einer vorhabenbezogenen Änderung des Bebauungsplans.

Marktoberdorf – Der ehemalige Bauernhof mit der Hausnummer 25 an der Eberle-Kögl-Straße muss weichen. Das ist nun beschlossene Sache: Denn dort will Investor Kevin Breher (IBK Projekt ­GmbH aus Wolfertschwenden) ein modernes Wohngebäude mit zehn Wohneinheiten errichten. Weil der gültige Bebauungsplan an dieser Stelle nur zwei Vollgeschosse, der Entwurf für das neue Wohn- und Geschäftshaus aber drei Etagen vorsieht, war es nun am Stadtrat, eine vorhabenbezogene Änderung abzuwägen und zu beschließen. Dies taten die Räte denn auch nach kurzer Aussprache mit einer Gegenstimme.

Beeinträchtigung des Stadtbilds?

Laut Stadtverwaltung sei es für eine angemessene Nachverdichtung erforderlich, ein weiteres Vollgeschoss auszubilden und die Baugrenzen in einer abgewandelten Geometrie zu fassen. Dieser Meinung folgten fast alle Mitglieder. Widerspruch gegen den Planentwurf gab es von Wolfgang Hannig (SPD), der mahnte, dass das geplante Gebäude überhaupt nicht ins Stadtbild passe. Er zitierte dabei auch aus den Schreiben des Landratsamts, des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und der Kreisheimatpfleger. „Aus Sicht der Baudenkmalpflege ist anzumerken, dass sich die geplante Neubebauung im Hinblick auf die Kubatur und Fassadengliederung erheblich von der historischen Umgebungsbebauung unterscheidet und als Beeinträchtigung des Stadtbilds zu werten ist.“ So heißt es in der Stellungnahme bau- und kunstdenkmalpflegerischer Belange.

Im Landratsamt setzte man dieser Betrachtung noch eines obendrauf: das Gebäude sei keine Bereicherung des Stadtbilds und der Entwurf verdiene gar keine Stellungnahme. Auf Nachfrage von Thorsten Krebs (CSU) bestätigte Bauamtsleiter Ralf Baur, dass sich aus dieser vermeintlich spitzen Bemerkung keine behördliche Anweisung ergebe. Von Seiten der Öffentlichkeit hatte es keine Einwände gegeben. Der Bebauungsplan in seiner überarbeiteten Fassung war während des Lockdowns vom 9. April bis zum 14. Mai öffentlich ausgelegen.

von Angelika Hirschberg

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