Schönes Verkaufen ohne Hektik

Teilnehmende Geschäfte ziehen Fazit zur Black Week des Aktionskreises Marktoberdorf

Black Week bei Mode Martin Marktoberdorf
+
Stressfrei einkaufen in der Black Week wurde beispielsweise bei Mode Martin gern genutzt.

Marktoberdorf – Am vergangenen Samstag endete in Marktoberdorf die vom Aktionskreis Marktoberdorf initiierte Black Week. Ziel der Aktion war vor allem, den etablierten Black Friday wegen Corona zu entzerren, damit sich an dem einen Tag nicht zu viele Kunden in einem Geschäft drängeln müssen. Dank der umfangreichen Werbung in allen Medien gelang dem Aktionskreis zudem ein einheitlicher Auftritt.

Bezüglich einer Auswertung kann Manfred Brandt, Präsident des Aktionskreises Marktoberdorf, vorläufig nur für seinen eigenen Laden „Tierisch gut“ sprechen. „Es war verhältnismäßig verhalten, aber das ist bei uns immer so. Wenn man Hundefutter braucht, wird das auch ohne Black Week gekauft. Wenn man aber ein neues Hemd braucht, ist die Black Week eine super Sache – unser Sohn hat auch drei Hosen gekauft. Ich denke mal, dass das so fortgesetzt wird“, sagte Brandt dem Kreisbote. Natürlich müsse das noch mit dem Vorstand und den Einzelhändlern abgestimmt werden.

Xaver Martin, Inhaber von Mode Martin, berichtete von einer positiven Woche: „Das Konzept vom Aktionskreis hat gut funktioniert. Die Kunden sind in regelmäßigen Abständen gekommen und wir haben einen erfreulichen Umsatz auf die ganze Woche verteilen können“.

Petra Wachter von „Atterer – Kochen und Schenken“ war sogar regelrecht begeistert. „Es war richtig was los, auch in der Stadt. Wir haben ein gutes Geschäft gemacht, die Aktion wurde von den Kunden sehr gut akzeptiert.“ Petra Wachter fand es „toll, dass die Einzelhändler so zusammengegangen sind.“ Auch mit dem gebotenen Abstandhalten habe es keine Probleme gegeben, „unser Laden ist schließlich groß genug“. Höchstens an der Kasse habe gelegentlich eine Schlange gestanden, aber das sei ja der Zweck der Aktion gewesen. „Insgesamt war es ein schönes Verkaufen mit entspannten Kunden und ohne Hektik.“

Auch Helga Franz von Spielwaren Härtle war mehr als zufrieden mit der Black Week: „Die Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, es war extrem viel los – vom ausnahmsweise geöffneten Montag bis Samstag. Sonst ist ja bei so einer Aktion unser eher ein bisschen enger Laden überfüllt. Aber diesmal war es für die Anzahl der Kunden, die pro Quadratmeter im Geschäft erlaubt sind, ein besonders entspanntes Einkaufen, da jeder freie Sicht auf die Regale hatte. Mein Dank geht an die Kunden, die bewusst die örtlichen Geschäfte durch ihren Einkauf unterstützen und die geduldig vor dem Laden gewartet haben, bis sie hinein durften.“

„Natürlich ist eine ganze Woche deutlich lukrativer als ein einzelner schwarzer Freitag“, stellte Evi Hansen fest, die zusammen mit ihrem Mann das Juweliergeschäft Hansen führt. „Und nachdem der Umsatz im November eher verhalten und der Teil-Lockdown doch ziemlich spürbar war, stellte die Black Week einen schönen Monatsabschluss dar. Auch mit Corona-Einschränkungen kamen mehr Leute als sonst. Einige machten schnell noch ihre Weihnachtseinkäufe, bevor womöglich nochmal alles wieder geschlossen wird.“

Richtiggehend enttäuscht äußerte sich Susanne Felber von Felber Optik: „Für uns hat die Black Week überhaupt nichts gebracht, die Teilnahme war für die Katz‘, es ist kein Mensch gekommen. Ich hatte mehr erwartet und ärgere mich fast, dass ich mitgemacht habe“.

Teilzeitkraft Lisa Rosbiki von Kirchmayer & Schütz Augenoptik OHG erzählt dagegen: „Die Black Week ist bei uns gut gelaufen, die Angebote – mit Ausnahme der Kinderbrillen, das war vielleicht für die ärztlichen Atteste doch zu kurzfristig – wurden sehr gut angenommen. Es sind deutlich mehr Leute als sonst gekommen, sogar Neukunden, wir hatten echt viele Aufträge“. Filialleiterin Tanja Hähnel schloss sich dem positiven Fazit an und antwortete auf die Frage nach einer eventuellen Wiederholung ohne zu zögern: „Klar! Wir sind total zufrieden“.

Die Black Week ist bei den Marktoberdorfern offenbar gut angekommen. Die meisten Einzelhändler, die an der Black Week teilgenommen haben, sind der Meinung, dass diese Aktion eine gute Sache war und können sich eine – gegebenenfalls verkürzte – Wiederholung auch ohne Pandemie durchaus vorstellen.

von Ingrid Zasche

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kaufbeuren: Schwere Explosion zerstört Vereinsheim des TSV Oberbeuren
Kaufbeuren: Schwere Explosion zerstört Vereinsheim des TSV Oberbeuren
Kaufbeuren: Junger Mann klaut Auto von Pizzadienst und rammt weiteren Pkw
Kaufbeuren: Junger Mann klaut Auto von Pizzadienst und rammt weiteren Pkw
Kaufbeuren-Gutwillen: 24 Menschen nach Großbrand obdachlos
Kaufbeuren-Gutwillen: 24 Menschen nach Großbrand obdachlos
Mit Schaufel und Messer: Streit zwischen Nachbarn in Kaufbeuren eskaliert
Mit Schaufel und Messer: Streit zwischen Nachbarn in Kaufbeuren eskaliert

Kommentare