Acht Anlagen stehen schon – Drei weitere werden bald installiert

Tempo messen: Wo die Stadt Gas gibt

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An der Füssener Straße (B16/B472): Seit März steht dieses Provisorium dort. An gleicher Stelle folgt ebenso wie an zwei weiteren Standorten in einigen Wochen ein fest installiertes Messgerät.

Marktoberdorf – Tempo macht die Stadt Marktoberdorf beim Thema der Geschwindigkeitsmessungen.

Acht fest installierte Messanlagen gibt es schon; drei weitere Geräte kommen demnächst hinzu. Die neuen Standorte sind am südlichen Ortseingang – von Füssen/Schongau her kommend – an der Riedstraße in der Ortschaft Geisenried (beim Kindergarten) und an der Ruderatshofener Straße.

An der Füssener Straße steht seit kurzem nahe am Ortsschild eine provisorische Messanlage. Sie wurde Anfang März aufgestellt und bleibt noch den ganzen Monat dort stehen, schildert Peter Barnsteiner, der im Marktoberdorfer Rathaus für das Verkehrswesen zuständig ist. Dort ist Tempo 50 erlaubt.

Wer sich vom Kreisel an der Schillenbergstraße auf der leichten Gefällstrecke dem Ortsschild an der Füssener Straße nähert, sieht Rot, wenn er schneller als mit 50 Stundenkilometern unterwegs ist. Oder er blickt auf ein freundliches grünes Gesicht an der Anzeigetafel, wenn er die Geschwindigkeit einhält.

Eigentlich sollten zu den bestehenden acht Anlagen – Beispiele dafür sind die in Thalhofen (am Ortseingang aus Richtung Leuterschach) und in Balteratsried (am Ortseingang von Lengenwang her) eigentlich zwei weitere Geräte dazu kommen. Peter Barnsteiner, im Rathaus fürs Verkehrswesen zuständig, hatte dafür zum einen die Riedstraße in Geisenried vorgeschlagen, wo auf Höhe des Kindergartens Tempo 30 gilt. Zum anderen wurde die B 16/B472 am Ortseingang Füssener Straße genannt.

Dritter Standort an der Moosstraße

Doch Stadtrat Stefan Elmer (SPD), der bei der Polizeiinspektion Marktoberdorf arbeitet, beantragte zudem ein Messgerät an einer dritten Stelle, nämlich am Ortseingang von Ruderatshofen kommend, also an der Moosstraße im Nordwesten Marktoberdorfs. Eine Mehrheit im Bauausschuss folgte diesem Vorstoß.

Elmer sprach davon, dass Geschwindigkeitsmessungen „kurzfristig sowieso“, aber auch mittel- und langfristig positive Effekte zeigen würden und einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit darstellen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bekundete, diese Geschwindigkeitsanzeigen hätten sich da bewährt, wo man in einen Ort reinfahren und wo es keine bauliche Regulierung gebe.

Christian Vávra von den Grünen war der einzige, der grundsätzlich mit Nein stimmte – egal, an welchem Standort. Er ist ein Befürworter „baulicher Maßnahmen“ wie z.B. einer Verengung oder Verschwenkung von Straßen. Dies sei besonders an der Riedstraße nahe am Kindergarten in Geisenried angezeigt.

Andere Redner befürworteten die feste Installation weiterer Messgeräte. Thorsten Krebs (CSU) sah das Geld in dieser Investition gut angelegt. Der Aufwand sei gering. Werner Moll (Stadtteile aktiv) war der gleichen Meinung. Er komme viel herum und sehe den positiven Effekt solcher Messgeräte an Orts­eingängen.

Mit elf Standorten ab dem Frühjahr 2018 ist die Dichte in Marktoberdorf groß. Die flächengroße Stadt hat aber auch ein mehr als 200 Kilometer langes Netz an Straßen.

Möglich ist auch eine Verkehrszählung

Für die drei Anlagen wird die Stadt zirka 10.000 Euro ausgeben. Die Messgeräte ermöglichen auch, dass der Verkehr gezählt wird. Wenngleich Temposünder auf der Anzeige Rot sehen – eine Benachrichtigung flattert keinem ins Haus. Anders ist das bei Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Die finden auch in Marktoberdorf regelmäßig statt – z.B. an der Kaufbeurener Straße.

Bei den Messgeräten hat man zwei Optionen. Zum einen kann die Stadt eine offene Messung machen. Darunter versteht man, dass die Geschwindigkeit des Autofahrers blinkend angezeigt wird. Dann gibt es noch die verdeckte Messung, bei der keine Ziffer zu erkennen ist. Erfahrungsgemäß ist dann die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich höher.

Von Johannes Jais

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