Strahlendes Wetter und aufwändig gestaltete Themenwagen begeistern Zuschauer

30.000 Besucher beim "Gaudiwurm"

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„Völlig losgelöst von der Erde…“ Die Fastnachter aus dem kleinen Hattenhofen konnten sich mit ihrer Marslandschaft und den „kleinen grünen Männchen“ über großen Applaus freuen.

Marktoberdorf – Bunte Frühlingsblumen, lustige "Aliens" oder goldene Pflastersteine, mit denen die Kreisstadt ihre Straßen "veredelt": Über die witzigen und oft hintersinnigen Ideen der Umzugs-Teilnehmer konnten die Zuschauer des "Gaudiwurm" auch heuer herzlich schmunzeln. 30.000 Menschen fanden dafür den Weg nach Marktoberdorf.

Zum 47. Mal wand sich der Gaudiwurm durch die Straßen der Kreisstadt. Tradition im Wandel der Zeit, so begreifen „D’Oberdorfer Fasnachter“ ihren Umzug, der 1966 zum ersten Mal stattfand. Damals waren es 25 Wagen, sieben Musik- und sechs Fußgruppen, die für Stimmung auf den Straßen sorgten. Diesmal lockten 1.800 Zugteilnehmer mit 66 Zugnummern etwa 30.000 Menschen in die Stadt. Das schöne Wetter hatte natürlich auch seinen Anteil an der ausgezeichneten Laune und so tönte es von überall her „Hee –Du–Hee“. Mit Themen, die von der „großen Politik“ über Außerirdische und Märchen bis hin zu aktuellen Fällen aus dem örtlichen Rathaus reichten, spannte der Gaudiwurm einen weiten Bogen und zeugte ein weiteres Mal von der Phantasie und dem Engagement der Fasnachter aus Marktoberdorf, dem Ostallgäu und auch aus Kaufbeuren. Die 14 Musikkapellen taten ein Übriges und heizten die Stimmung an. Mit Sprüchen wie „In der Mod-City isch nix los, ab ins Geisarieder Dümpfelmoos“ nahmen sich die Zugteilnehmer gleich mehrfach dem fehlenden Nachtleben in der Kreisstadt an. Vor der harten Realität des Rathauses, das zu Gunsten „goldener Pflastersteine“ andere Aufgaben vernachlässige, flüchteten sich viele Narren in die Welt von Grimms Märchen oder ins Reich des Überirdischen. Ein Übriges in diesem Zusammenhang tat die Europapolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach Meinung der Fastnachter dazu beitrage, dass man hier zu Lande „nichts mehr vom Kuchen abbekomme“. 

Eindrücke vom "Gaudiwurm" 2013

Mit dem Slogan „Die Versicherung wird immer teurer, Schuld daran sind die Kaufbeurer“, musste schließlich auch noch die kreisfreie Stadt als „Sündenbock“ für die hohen Kfz-Versicherungsprämien herhalten. von Klaus Bauer

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